10 überzeugende Gründe, warum du dich als Teilzeitkraft unbedingt selbständig machen solltest

Es gibt immer mehr von ihnen, die Mompreneurs, Shepreneurs und wie sie nicht alle heißen, die den Sprung gewagt und sich selbständig gemacht haben. Oftmals zu Beginn noch fest angestellt und in einem Teilzeitjob. Andere überlegen indes immer noch: wie finde ich einen spannenden Teilzeitjob? Wo kann ich mehr Geld verdienen? Wie kann ich beides haben, einen spannenden Job UND ein gutes Gehalt? Ist es das Risiko überhaupt wert, sich nebenberuflich selbständig zu machen?

Meine Antwort lautet eindeutig: JA!
Wenn du erfahren möchtest, warum es sich auch für dich lohnt, dich nebenberuflich selbständig zu machen, dann lies unbedingt weiter.

Wunsch & Wirklichkeit

Früher habe ich geglaubt, dass ich nach der Babypause in Teilzeit zurückkehre und genau da weitermachen kann, wo ich aufgehört habe. Pustekuchen. Ich habe auch geglaubt, dass ich als Teilzeitkraft Aufgaben bekomme, die meinem Bildungs- und Erfahrungslevel entsprechen. Die Wirklichkeit sah anders aus: ich erledigte Assistenz-Aufgaben, machte Kopien, vereinbarte Telefonate und war quasi die Frau für alles. Für alles, außer für die wirklich wichtigen und spannenden Themen, für die ich so lange die Schulbank gedrückt hatte.

Kennst du das auch?

Lange hat mich das aufgeregt. Auch hatte es mich aufgeregt, ständig und überall verfügbar sein zu müssen, trotz Teilzeitstelle. Überstunden wurden nicht bezahlt sondern voller Einsatz vorausgesetzt. Und sowas nennt sich dann Teamwork.

Als ich aber merkte, dass es vielen berufstätigen Müttern so geht, fasste ich einen Entschluss. Ich würde dies ändern!

Und da man bekanntermaßen das System nicht ändern kann, muss man sich selbst ändern.

Ich machte mich nebenberuflich selbständig.

Ab da wurde alles anders.

10 Gründe für eine nebenberufliche Selbständigkeit

Die Veränderungen und positiven Effekte, die in mein Leben kamen, seit ich den Entschluss fasste, mich nebenberuflich selbständig zu machen, möchte ich dir nicht vorenthalten. Hier kommen sie:

1. Endlich wird dein Hirn herausgefordert und gekitzelt

Wenn du dein Thema gefunden hast, mit dem du dich selbständig machen willst, beginnst du faktisch bei Null. Auch wenn du viel Expertenwissen mitbringst, ist es etwas völlig Neues, wenn du plötzlich auf fremde Menschen zugehen, dein Produkt oder deine Leistung bewerben und auf die Bedürfnisse fremder Personen eingehen musst. Endlich hast du die Herausforderungen, die dein Hirn so richtig ins Schwitzen bringen. Eine Website braucht heute faktisch jeder. Du weißt nicht, wie das geht? Willkommen im lebenslangen Lernen. Dein Interessent hat zugesagt und springt doch im letzten Moment ab? Willkommen in der Welt der Alltagspsychologie. Es gibt noch so viel zu lernen und du spürst regelrecht, wie deine Masse zwischen den Ohren vor Anstrengung dampft.

2. Du kannst dich ausprobieren und genießt trotzdem die Sicherheit deines festen Jobs

Wer sagt denn, dass du ins kalte Wasser springen musst? Solange du einen festen Teilzeitjob oder möglicherweise auch Vollzeitjob hast, kannst du in einem geschützten Rahmen deine Ideen ausprobieren. Dein Gehalt kommt dennoch Monat für Monat ins Haus und trotzdem gibt es Raum für Experimente. Natürlich ist das in der ersten Zeit mehr Arbeit, ich weiß wovon ich spreche. Aber du würdest diesen Artikel nicht lesen, wenn du keine Neugier auf „mehr“ hättest, stimmts?
Die einzige Einschränkung mache ich tatsächlich, wenn du noch sehr kleine Kinder hast und vollzeit arbeitest. Hier wirst du vermutlich in deiner wenigen freien Zeit deine Energie deinen Kindern schenken und mit ungeplanten Unregelmäßigkeiten rechnen müssen. Ich empfehle dir hier tatsächlich zu warten, bis die Kinder „aus dem Gröbsten“ heraus sind, dann sind Krankheiten und Wehwechen nicht mehr so präsent im Alltag und du vermutlich auch nicht mehr so erschöpft.

3. Du machst, was du gut kannst

Während du vormittags vermutlich nach wie vor die „Assisstenz-Tätigkeiten“ erledigen musst, kannst du den Rest des Tages so gestalten, wie es dir passt. Ich betone hier das Wort „passt“ noch einmal, weil die Selbständigkeit wirklich etwas sein sollte, dass zu dir und deinem Alltag passt. Du kannst deinen Tag mit Aufgaben füllen, die dir wirklich liegen, die deine Passion wecken und eine echte, positive Herausforderung für dich sind. Ein Job kann dir nie zu 100% das bieten, was deinen Stärken und Neigungen entspricht. Die nebenberufliche Selbständigkeit kannst du von Beginn an nach deinen Maßstäben und Vorstellungen gestalten. Vor allem aber kannst du dir grundsätzlich Gedanken darüber machen, was du in deiner Selbständigkeit NICHT mehr haben oder tun willst. Es liegt tatsächlich in deiner Hand.

4. Du arbeitest mit Menschen, die du magst und für die du gern einen nachhaltigen Wert lieferst

Die Möglichkeit, mit ambitionierten, berufstätigen Müttern arbeiten zu können, hat mich unglaublich motiviert und tut es noch heute. Meist steckt nämlich hinter dem Wunsch, sich selbständig zu machen, ein starkes Motiv, welches es herauszufinden gilt. Mehr Geld ist dabei meist nur ein Mittel zum Zweck. Das eigentliche WARUM dahinter ist viel spannender. Wem würdest du gern mehr-WERT liefern?
Auch hier zeigt sich der Vorteil einer nebenberuflichen Selbständigkeit: während du vormittags dich mit nervigen Kollegen und Chefs herumquälst, kannst du nachmittags mit Menschen arbeiten, die für dich eine wirkliche Bedeutung haben und dir gut tun.

5. Du kannst deine Einkünfte selbst bestimmen

Ja, ich weiß, es gibt Ansichten darüber, dass der Markt den Preis reguliert. Vom Kapitalmarkt spreche ich hier aber auch nicht, da ich da keine Erfahrungswerte habe. Wenn du als Selbständige arbeitest, dann kannst du aber den Preis verlangen, den du für den Kunden wert bist. Liefere immer mehr, als der Kunde dich je bezahlen könnte und du wirst in dessen Augen jeden Cent wert sein.
In meinen Augen ist dieses Prinzip viel fairer, weil du Einfluss darauf hast, dass deine Einkünfte steigen, wenn du auch mehr Wert lieferst. Als Angestellte erhältst du, wenn es gut kommt, eine Gehaltserhöhung von 5-7 %, und das nicht sofort, sondern erst beim nächsten Gespräch. Viele Frauen trauen sich erst gar nicht, diesen kleinen Shift zu verhandeln und bleiben folglich unberücksichtigt.

6. Du arbeitest von Beginn an, wann und wo du willst

Das Internet macht es möglich, dass du deine Kunden auch online bedienen kannst. Es gibt Tools, die dich mit der ganzen Welt vernetzen. Und du? Du kannst zu Hause sein, in einem Park oder im Urlaub. Deine Arbeit und du ihr werdet Eins. Ich bin zum Beispiel eine Nachteule und liebe es abends noch zu arbeiten. Manche meiner Kundinnen sind dankbar, wenn wir uns erst ab 21:00 Uhr im Call treffen. Diese Flexibilität liebe ich, zumal jeder Tag anders ist und ich die Termine an meinen Alltag anpassen kann. Das geht bei einem Teilzeitjob nicht. Nur allzu gut kenne ich diese Tage, wo ich es zeitlich nicht schaffte, fertig zu werden mit meiner wichtigen Aufgabe, weil ich nach Hause flitzen musste. Zeitliche Flexibilität ist in meinen Augen eine der wichtigsten Voraussetzungen für den Erfolg berufstätiger Mütter. Und damit meine ich die zeitliche Flexibilität FÜR die Mama, nicht von der Mama 😉

7. Du hast alle Zeit der Welt und niemand schreibt dir vor, was und wie du etwas zu tun hast

Viele, die es satt haben, herumkommandiert und ständig kontrolliert zu werden, werden diesen Punkt sehr wichtig finden. Wenn du selbständig bist, sagt dir niemand mehr, was du wann tun sollst. Die Verantwortung liegt dann zu 100% bei dir. Du entscheidest wann und in welchem Tempo du etwas angehst. Was die Einen motiviert, kann andere auch lähmen, weil sie plötzlich alles selbst entscheiden müssen. Dessen sollte man sich bewusst sein. Unsere Gesellschaft ist nicht darauf trainiert, unabhängige Entscheidungen zu treffen. Alles ist von Beginn an geregelt und das Anstreben einer idealen Laufbahn von der Masse unterstützt. Dies ist auch einer der Gründe, warum du von manchen Menschen so schief angeschaut wirst, wenn du frohen Mutes erklärst, dass du dich selbständig machst. Mach dir nichts daraus, Ratschläge sind lediglich Meinungen. Und die kann man bekanntermaßen ändern. 🙂

8. Du hast die Möglichkeit mit viel mehr Menschen in Kontakt zu treten, Kooperationen einzugehen, dich zu vernetzen

Als Arbeitnehmer hast du zu einer begrenzten Anzahl an Personen Kontakt. Nur wenige Personen ändern sich bzw. kommen neu hinzu. Wenn du selbständig bist, kannst du rein theoretisch die ganze Welt kennen lernen. Durch mein Netzwerk habe ich vor Kurzem eine nette Person kennen gelernt, die wiederum Kontakt hat zu einer Person, die ich zukünftig ansprechen möchte. Gerade wenn du schüchtern bist, kannst du im Schutz des Internets zaghafte erste Kontakte kennen lernen, ohne dass du diese Personen sofort persönlich treffen musst. Einer der vielen Vorteile, um vielfältig zu arbeiten. Wir Frauen haben immer den Anspruch, perfekt sein zu müssen. Dabei ist es ein qualitativ hochwertiges Netzwerk, das dich erst vervollständigt. Du merkst als Selbständige recht schnell, dass du noch lange nicht alles kannst und vor allem, dass es gar nicht notwendig ist. Denn Susanne könnte dir in Thema X weiterhelfen, das ist ihr Spezialgebiet. Und Birgit unterstützt dich gern in Fragen zu Y. Meine Beobachtung ist, dass Kooperationen auf diesem Wege viel zielführender und vor allem neidloser zu Stande kommen als im beruflichen Umfeld eines Jobs. Jeder gibt und jeder empfängt.

9. Du bist weniger abhängig von deinem Arbeitgeber

Vielleicht kennst du dieses Gefühl: eine Person auf der Arbeit geht dir tierisch auf den Senkel, aber da du kein alternatives Jobangebot hast, musst du dich mit Dingen wie wechselnden Launen, Anfeindungen oder Hierarchie-Denken abfinden. Dieses Gefühl, Dinge hinnehmen zu müssen, weil man gewisser Weise „abhängig“ ist, finde ich persönlich ganz furchtbar. Klar kannst du dir einen neuen Job suchen, aber bist du diesen neuen Job gefunden hast, der ähnlich gute Konditionen und Rahmenbedingungen bietet, dauert es. Manchmal sogar sehr lange. Es ist nun mal Fakt, das Teilzeitjobs rar sind und meist viel Konkurrenz herrscht. Nicht selten geben Frauen vorzeitig auf, wenn es nicht auf Anhieb klappt und müssen sich mit der gefühlten Abhängigkeit arrangieren. Ich finde dies sehr schade.

10. Du trainierst in einem geschützten Rahmen, dir ein selbstbestimmtes Leben aufzubauen

Den wichtigsten Punkt habe ich zum Schluss aufgehoben. 😉
Fakt ist, dass du als Selbständige keine Ausreden mehr hast. Du kannst dich nicht mehr hinter dem schlechten Chef, dem unzuverlässigen Lieferanten, dem nervigen Kollegen oder dem heißen Wetter verstecken. Du verantwortest dein Leben zu 100%. Und das ist auch gut so. Der Weg dorthin ist aber tatsächlich ein Prozess. Du bist nicht sofort im „Selbständigen-Modus“, nur weil das Finanzamt dir das bestätigt. Es finden viele Prozesse erst mal in dir statt. Du lernst zu verstehen, dass du sowohl selbstbestimmt entscheidest als auch selbstverantwortlich für die Konsequenzen einstehst. Immer wieder überwindest du deine eigenen Hemmnisse und gehst ein Stück weiter, als du dich wohlfühlst. Das beunruhigende Gefühl, nicht zu wissen, wie der Ausgang sein wird, wird dein stetiger Begleiter und entwickelt sich zu deinem inneren, dynamischen Kompass. All diese Prozesse sind schon aufwühlend genug. Umso schöner ist es, wenn du sie durchlaufen kannst, ohne dass du dir Sorgen darüber machen musst, ob das Geld fürs Brot für den nächsten Tag reicht.

Vielleicht noch eine Sache: sich nebenberuflich selbständig zu machen sollte man sich tatsächlich gut überlegen. Die hier im Blog aufgeführten Argumente sollen dich anregen, über das Thema nachzudenken. Jede Art der Beschäftigung hat Vor- und Nachteile, die du bitte auch für die Selbständigkeit für dich prüfen solltest. Es gilt das Prinzip der Eigenverantwortlichkeit. 🙂

Wie denkst du zu einer nebenberuflichen Selbständigkeit?
Ich freue mich, wenn wir uns hierzu austauschen und unterschiedliche Perspektiven teilen.

Sei mutig. Werde großartig und bleib einfach du selbst.

Deine
Ewa

 

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