Zeit für ein Update! – Wie du negative Glaubenssätze loswirst und sie durch positive Glaubenssätze ersetzt

Tag für Tag arbeitet sie an einem Ort, den sie nicht mag, für einen Chef, der sie nicht wertgeschätzt, für Geld, das ihr nicht würdig ist. Öfters hat sie schon darüber nachgedacht, den Job zu wechseln, den Ort zu verlassen. Sehr oft sogar. Doch sie ist geblieben.

Ein bekanntes Bild

Wo ich mich auch umsehe, sehe ich Frauen mit hängenden Schultern, mit nach unten gezogenen Mundwinkeln, mit traurigen Augen. Wo ist ihre innere Stärke, ihr Antrieb, ihre Leidenschaft geblieben? Verloren und vergessen auf dem Weg. Irgendwo zwischen Schwangerschaft, Kindererziehung und Wiedereinstieg in den Beruf muss es passiert sein. Sie kann sich nicht mehr erinnern. Es war auch nicht plötzlich, dieser Wandel, eher leise und schleichend. Heute steht sie da, hat wunderbare Kinder, einen einigermaßen sicheren Job, ein Leben, das sie sich eigentlich erträumt hatte. Und dennoch fehlt ihr etwas. Etwas Entscheidendes. 

Wie kann sie wieder glücklich werden?

Du wirst gar nicht glauben, wie vielen Müttern dort draußen es ähnlich geht. Nicht, weil sie nicht fähig wären, ihr Leben zu meistern. Auch nicht aufgrund einer unlösbaren Lebenssituation. Etwas anderes verhindert, dass sie zu ihrer vollsten Entfaltung kommen. Etwas, dass auch dich und mich prägt und unbewusst unser Leben steuert. Die Rede ist von Glaubenssätzen.

Das Erschaffen der Realität

Hast du dir jemals Gedanken darüber gemacht, dass all das, was du mit deinen Sinnen erfasst, reine Vorstellungskraft sein könnte? – Ich erinnere mich noch genau an meinen Philosophie-Unterricht aus der Schulzeit. Es war das erste Mal, dass ich mit der Welt der Vorstellungskraft, mit der rein subjektiven Wahrnehmung und mit der Erweiterung des eigenen Bewusstseins konfrontiert wurde. Das Nachdenken über das, was wahr und was reine Vorstellung sein konnte, faszinierte mich. Soweit sogar, dass ich an einem bestimmten Punkt nicht mehr mit voller Gewissheit sagen konnte, dass das, was meine Sinne wahrnehmen, auch tatsächlich der Realität entspricht.

Unser Körper ist ein unglaublich komplexes System, welches durch unser Gehirn gesteuert wird. Das Gehirn als Steuerzentrale überwacht nicht nur das biologische System, unseren Körper, es erfasst gleichzeitig sämtliche Informationen aus der Umwelt, die es mit seinen Werkzeugen, unseren Sinnen erfassen kann. Spätestens nach den Erfindungen der Mikroskope und Computer wissen wir, dass unsere Sinne noch lange nicht die  best entwickelten unter den Lebewesen sind. Viel spannender aber ist die Tatsache, dass unser Gehirn das Denken genauso verarbeitet wie alle anderen Informationen der übrigen Sinne auch: es nimmt die Gedanken für bare Münze an.

Die Macht der Gedanken

Denke bitte kurz an eine frische, sonnengelbe, saftige, saure Zitrone. Stelle dir vor, wie du in diese wunderbare Zitrone hineinbeißt, wie der Saft zu allen Seiten spritzt und du dein Gesicht verziehst, weil es so sauer schmeckt. Spürst du schon, wie sich Spucke in deinem Mund ansammelt? Dein Gehirn hatte die Information Zitrone. Aus Erfahrung weiß es, dass eine Zitrone sehr sauer ist und viel Fruchtsäure hat. Also schickt es Befehle zum Mundraum ausreichend Speichel zu produzieren, um die Fruchtsäure abzumildern.

Dieses Phänomen, dass unser Gehirn nicht unterscheiden kann zwischen echten Tatsachen und rein theoretischen Gedanken, erforscht Dr. Joe Dispenza seitdem er an seinem eigenen Körper erfahren hat, welchen unglaublichen Einfluss Gedanken auf den Körper haben können. Schau dir eins seiner Videos an! Am Ende es Beitrags findest du ein interessantes Video von ihm.

Geschenke aus der Vergangenheit

Die zweite interessante Tatsache ist, dass all das, was uns ausmacht, unsere Fähigkeiten, unsere Errungenschaften, unser Lebensstil einfach alles ein Produkt der Vergangenheit sind. Im obigen Beispiel hat sich dein Gehirn daran erinnert, was eine Zitrone war, wie sie gerochen und geschmeckt hat und welche Bedeutung die Zusammensetzung der Frucht für unseren Körper hatte und daraufhin reagiert.

Ähnlich ist es mit unserem Verhalten. Das, was wir können, wie wir reagieren und auf welche Weise wir denken, haben wir in der Vergangenheit durch Übung und Wiederholung gelernt. Was wir erreicht haben, das haben wir aufgrund unserer Fähigkeiten und Fertigkeiten erreicht. Diese haben wir ebenfalls in der Vergangenheit erlernt.

Was hat das alles mit unseren Glaubenssätzen zu tun, wirst du ich jetzt bestimmt fragen? – Sehr viel sogar!

Veränderung möglich machen

Abgesehen von den 60%, die erblich bedingt deine Persönlichkeitsstruktur prägen, wirken auf die übrigen 40% überwiegend deine Eltern, später deine Freunde und dein Umfeld und du selbst durch deine eigenen Gedanken ein. In dem Umfeld, wo du aufwächst, lernst du die Denk- und Verhaltensgewohnheiten der Menschen um dich herum kennen. Sie prägen nicht nur deine späteren (Denk-)Gewohnheiten, sondern auch deine Werte und das, woran du glaubst. Nicht von irgendwoher kommen solche Redewendungen wie „Der Apfel fällt nicht weit von Stamm“. Du hast all das erreicht, was du heute dein Leben und dein Alltag nennst, aufgrund deiner Vergangenheit. Dein Verhalten, deine Art zu denken, sogar das, woran du aus Überzeugung glaubst, wurde zum größten Teil in deiner Vergangenheit geformt.

Wenn ich mit solchen Müttern spreche, die nur allzu gern etwas an ihrer Alltagssituation verändern würden, dann merke ich vor allem zwei Dinge:

  1. Sie WOLLEN eine Veränderung, wissen aber nicht genau wie
  2. Sie begreifen (noch) nicht, dass eine Veränderung nur dann stattfinden kann, wenn SIE sich verändern

In erster Hinsicht müssen sich die eigenen Gedanken ändern, denn es sind die Gedanken, die sie bis zu ihrem heutigen Leben gebracht haben. Genau die gleichen Gedanken werden sie aber nicht dorthin bringen, wo sie hin wollen. Ihre Gedanken müssen neu „programmiert“ werden.

Womit wir bei den Glaubenssätzen wären.

Positive Glaubenssätze formulieren

Das, woran du glaubst, ist das Produkt deiner Erlebnisse und Erfahrungen aus der Vergangenheit. Nicht selten hat jeder von uns einige ungünstige Glaubenssätze. Manche sogar hinderliche oder sogar krankmachende Glaubenssätze. An diese heranzukommen ist aber nicht so einfach wie die meisten selbsternannten Experten im Internet behaupten. Folgende drei Möglichkeiten hast du:

  1. Meist bedarf es langer, reflektierter Arbeit an sich selbst, um dauerhaft alte Denkmuster zu durchbrechen und durch neue, positive zu ersetzen.
  2. Einschneidende Ereignissesvermögen dies auch. Plötzlich führen sie dir deine Glaubenssätze schlagartig vor Augen, woraufhin du ganz deutlich merkst, dass sie nicht mehr zu dir passen.
  3. Am besten klappt es aber, wenn du dir einen Coach zur Unterstützung nimmst, der dir hilft, die Glaubenssätze aufzuspüren, die dich am meisten blockieren. In einer kleinen Übung, welche zeitlich weniger als eine halbe Stunde dauert, kannst du alte, hinderliche Glaubenssätze durch neue, dich unterstützende und bekräftigende Glaubenssätze ersetzen. Ich bezweifle, dass man dies schafft allein durch bloßes Lesen von aufmunternden, leeren Worten. Der emotionale Bezug zum Ursprung des Glaubenssatzes ist einfach nicht gegeben. Herausfinden, wo dieser Ursprung in deiner Vergangenheit verankert ist, kannst du nur durch die unterstützende Arbeit mit einem Coach. Jemandem , der sich in diesem Bereich der psychischen Konditionierung auskennt und Wege kennt, wie du da am besten herauskommst. Es lohnt sich, hier in sich selbst zu investieren. Die Verhaltensänderungen, die du auf diese Weise bewirken kannst, werden dein Leben nachhaltig verändern. Ich habe dies selbst erfahren.

Du kannst aber auch dich vorsichtig an dieses Thema heranwagen.

Denn allein die Kenntnis, welchen negativen inneren Glaubenssatz du hast, ist bereits ein wichtiger Schritt in die Richtung der persönlichen Veränderung. Sich damit aktiv zu beschäftigen, zu reflektieren, hinterfragen und letztlich neu und positiv (zusammen mit einem Coach) zu formulieren ist ein richtiger Ansatz, um die Veränderung tatsächlich in Gang zu setzen.

Wenn du deine persönlichen inneren Blockaden gelöst hast, dann bist du bereit, dich Neuem zu öffnen.

Interessanter Weise wirst du bemerken können, dass sich plötzlich völlig neue Möglichkeiten und Wege auftun, sobald du deine bisherigen, alten Überzeugungen und Denkweisen abgelegt und durch neue, positive ersetzt hast. Plötzlich erscheint dir ein Weg nicht mehr unüberwindbar, sondern viel mehr als eine Herausforderung. Vielleicht bemerkst du auch, dass das vage Gefühl der Unzufriedenheit, das dich bisher immer begleitet hat, plötzlich weg ist und du viel klarer erkennen kannst, was du dir wirklich wünscht.

Jetzt bist du auch mental soweit dich zu öffnen und einen neuen Weg für dich zu gestalten.

Negative Glaubenssätze: ein Gedankenspiel

Nehmen wir einmal an, dass du schon länger das Gefühl hast, nicht genug Zeit im Alltag zu haben. Nicht genug Zeit, um deinen häuslichen Pflichten nachzukommen. Nicht genug Zeit, um ausgiebig Zeit mit deinen Kindern zu verbringen. Und schon gar nicht Zeit, um auch mal etwas nur für dich zu machen. Außerdem wirst du das Gefühl nicht los, permanent fremdgesteuert zu sein.

Allein an diesem kleinen Beispiel lassen sich bereits mehrere Glaubenssätze hinterfragen, welche  manchen das Leben schwer machen könnten:

  1. „Eine vorbildhafte Mutter hat immer Zeit für ihre Kinder.“ – Ist das wirklich so? Wie definiert sich eine vorbildhafte Mutter? Ist sie wirklich so aufopfernd, dass sie permanent zur Verfügung steht und den Kindern die Wünsche von den Lippen abliest? Ist das tatsächlich erstrebenswert? Auch für dich?
    Was wäre denn wichtig, damit deine Kinder zu selbstbewussten, eigenständigen Persönlichkeiten heranwachsen? Bereits hier zeigt sich: Nur, weil man an etwas glaubt, heißt es noch lange nicht, dass einem das auch tatsächlich wichtig ist. Es wurde bloß übernommen. Aus der Vergangenheit. Aus eigenen Erfahrungen. Seine eigene Einstellung zu hinterfragen kann wahre Wunder bewirken.
  2. „Der Haushalt sollte immer perfekt organisiert sein“ – Für welchen Zweck? Was beinhaltet das Wörtchen ‚immer‘? Hast du jeden Tag hochrangigen Besuch? Pardon, wenn ich ausgerechnet dich getroffen habe und du tatsächlich jeden Tag hochrangige Persönlichkeiten in deinem Haus empfängst. Für alle anderen gilt, dass der Haushalt eigentlich eher „organisiert“ als „perfekt“ sein kann, dann ist nicht so viel Druck dahinter und es lebt sich leichter 😉
  3. „Der Alltag gilt der Familie, dem Job und dem Haushalt. Alles Andere ist zweitrangig.“ – Wie fleißige Bienchen kommen diese Mamis von der Arbeit, um die Tastatur gegen den Kochlöffel bzw. Wischmop auszutauschen. Wer schreibt denn vor, wann Koch-und wann Putzzeit ist? Ja, ich weiß, wir Menschen sind Gewohnheitstiere. Was würde aber passieren, wenn du nicht dienstags staubsaugst, sondern donnerstags? Oder Sonntag früh. Geht gar nicht! – Geht wunderbar! Vor allem, wenn die Woche stressig war und du den Samstag erst mal zum regenerieren gebraucht hast.

Überleg dir mal, in welchen Rollen du feste Glaubenssätze etabliert hast?

Den eigenen Denkgewohnheiten auf der Spur

Was wäre, wenn du einen Glaubenssatz, der dich immer und immer wieder stört, durch eine neue Überzeugung ersetzen würdest?

Erinnerst du dich noch? – Das Gehirn nimmt alles für bare Münze. Egal, ob es stimmt oder nur reine Gedankenkraft ist.

Wie könntest du deine Überzeugungen, deine Glaubenssätze, deine Prinzipien so umformulieren, dass sie sich positiv, aufmunternd und energetisierend für dich anfühlen? – Schreib es dir am besten auf.

Und dann gilt das Gesetz der Wiederholung.

Je öfters du dich in deinem neuen Glaubenssatz bestärkst, du aktives Denken und Wiederholen, desto leichter kannst du ihn tatsächlich in deinem Unterbewusstsein verankern.

Gemeinsam neue Wege gehen

Du kannst davon ausgehen, dass das kein Zuckerschlecken für dein Gehirn sein wird. Es liebt kurze Wege und Gewohnheiten. Hier musst du aktiv gegensteuern, um deine Veränderung zu bewirken. Hol dir Hilfe von jemandem, der dich gedanklich fordert und gleichzeitig unterstützt.

Oder du suchst dir Gleichgesinnte.

Gemeinsam ist es leichter, Veränderungen zu bewirken. In der Gruppe ensteht Dynamik, ein gewisser Handlungsdruck, eine Motivation. Wenn du zukünftig Veränderung in deinem Leben bewirken möchtest, solltest du nach Möglichkeit immer nach Gleichgesinnten Ausschau halten.

Dein Wissen erweitern kannst du wunderbar im Alleingang. Dies kam auch in unserer Mini-Umfrage heraus: die meisten von euch wollen sich eigenständig ihr Wissen erweitern.  Doch wahre Veränderung ist ein Kraftakt für den du dir nach Möglichkeit immer Unterstützung suchen solltest.

Diese Unterstützung wirst du zukünftig in unserer Life&Work Academy finden. Die Testseite hierzu ist in ihrem Endspurt. Wenn sie online geht, würde ich mich sehr über dein Feedback freuen.

Was dich erwartet

Nun kommen wir zu guter Letzt zu dem eingangs beschriebenen Gefühl, dass irgendetwas im Leben fehlt. In dem Moment, wo du anfängst den gewohnten Trott zu durchbrechen, neue Denk- und Verhaltensweisen bewusst einzuführen, erweiterst du deine Fähigkeiten. Du erweiterst deine Fähigkeiten, weil du aktiv wirst und ins Handeln kommst. Wenn du  bewusst beginnst, das zu tun, was dir gut tut und wichtig ist, erlangst du das Gefühl der Kontrolle über das eigene Leben zurück. Und damit kommt das Gefühl zurück, dass dein Leben wieder einen Sinn hat, dass du die Herrin über deine Zeit bist und dass du jederzeit dich für oder gegen etwas entscheiden kannst.

Ich wünsche dir eine wunderbare Woche.

Sei mutig. Sei großartig. Sei einfach du selbst.

Deine Ewa

 

Zum Weiterlesen und Wissen erweitern 😉

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