Selbstbestimmte Lebensgestaltung: die besten 20 Übungen

Das Gefühl von Freiheit? – Vergessen.

Der Wille zu verändern? – Im Alltag erstickt.

Identität? – Menschen wie du und ich.

Der jugendliche Gedanke, Dinge aktiv verändern zu wollen und auch die Möglichkeiten zu haben, es zu tun, ist irgendwo auf der Strecke liegen geblieben. In der Entwicklung vom jungen Erwachsenen hin zu liebevollen Eltern haben viele Veränderungsprozesse stattgefunden und die Prioritäten und Wünsche der jungen Eltern neu gemischt. Doch irgendwann brauchen Kinder nicht mehr in jeder Minute die Aufmerksamkeit der Eltern. Spätestens dann kommen die ursprünglichen Gedanken wieder. Der Wunsch, etwas in der Welt zu verändern, seinen eigenen Abdruck zu hinterlassen, der Welt etwas Gutes zu hinterlassen.

Das Samenkorn, das vor Jahren gesetzt wurde, ist nun bereit zu wachsen.

Doch wie findet man im Trubel des Alltags Zeit, diesem Wunsch nach Gestaltung nachzukommen?

Und vor allem, wie kriegt man das mit seinen übrigen Verpflichtungen unter einen Hut?

Ein selbstbestimmter Weg beginnt

Selbstbestimme Alltagsgestaltung beginnt da, wo du dich traust, unkonventionelle Wege einzuschlagen. Wo du auffällst und plötzlich im Rampenlicht stehst.

Die Menschen zerreißen sich ihre Mäuler in ihren Annahmen um deine Person. Wie in der Boulevard-Presse werden die wildesten Geschichten über dich erzählt.

Gesellschaftliche Normen und Meinungen prasseln wie ein Feuerwerk auf dich ein und du wirst über Nacht von einer x-beliebigen Mum zu einer, an die man sich erinnert.

Das ist der Unterschied zwischen einem fremdgesteuerten und einem aktiven und selbstbestimmten Leben.

Die Angepassten befolgen schön alle ausgesprochenen und unausgesprochenen Regeln, versuchen sich den Erwartungen und Anforderungen anzupassen und orientieren sich an den Lebensmodellen anderer. Bloß nicht negativ auffallen! Was könnte der Nachbar sagen!

Selbstbestimmte Lebensgestaltung dagegen ist einzigartig, bricht bewusst mit Normen, zeigt Ecken und Kanten und passt nirgendwo so richtig rein.

Sie macht dich von einer unauffälligen, von den Umständen getriebenen Mutter zu einer bewundernswerten und selbstbewussten Vorbildfigur für andere.

Ist dir das alles wert?

Wenn du die Frage mit einem klaren „Ja“ beantwortest, dann lies unbedingt weiter.

20 kreative Übungen für einen selbstbestimmten Alltag

Die Frage ist: wie kann man lernen, sein Leben aktiv und selbstbestimmt zu gestalten?

Durch Übung.

Es gibt nämlich kein Patent-Rezept, nachdem du selbstbestimmte Lebensgestaltung Schritt-für-Schritt wie in einem Kochrezept „nachmachen“ und es anschließend kannst.

Aber es gibt die Möglichkeit, mit Hilfe eines Systems und vieler Übungen sich auf den Weg zu machen und es einfach zu tun.

Kurskorrekturen und Sackgassen inbegriffen.

Mach dich auf den Weg!

Hier kommen die besten 20 Übungen, die ich für dich zusammengestellt habe.

Am besten du suchst dir eine davon aus und probierst sie noch heute aus!

Poste deine Erfahrung am besten mit Angabe der Nummer. Dann können andere von dir lernen und finden auch den Mut, ihre Erfahrungen hier zu teilen.

Legen wir los!

Übung 1: Sag deine Meinung

„Ich halte nichts vom Baby-Schwimmen!“

Bang!

Damit hast du hundert Pro die volle Aufmerksamkeit deines Gegenübers.

Wenn du eine klare Meinung hast, dann sag es auch. Klar und deutlich! Das wird nicht jedem gefallen. Muss es auch nicht. Es ist ja schließlich deine klare Position und nicht die der anderen.

Und dann beobachte, wie befreiend es sich anfühlt, zu seiner eigenen Meinung zu stehen.

Übung 2: Pick dir die Rosinen heraus

Deine Bekannte ist besonders gut im Kochen? Frag sie nach ihren Kniffen und Erfahrungen. Pick dir die Tipps und Vorgehensweisen heraus, die dir nützen und für dich Sinn machen. Passe sie an deinen Alltag an und probiere sie aus.

Passt es nicht?

Dann können Kleinigkeiten noch verändert werden. Wenn nicht, dann lass es eben sein.

Es gibt noch viele weitere Lösungsmöglichkeiten.

Übung 3: Steh ein für deine Sache

Warum trauen sich Eltern nicht, nach einem neuen Schulsystem zu fordern? Denken sie etwa wirklich, dass die Politiker das für sie übernehmen werden? Tausende von Kindern quälen sich Jahr für Jahr durch das überaltete, staatliche Schulsystem und keinen der Eltern scheint es zu interessieren?! Marsch, ihr lieben Eltern! Wenn ihr für die Tiere demonstrieren könnt, warum demonstirert ihr nicht für eure Kinder?

Was es auch ist, das dich stört, werde aktiv und schaue nicht bloß zu.

Steh auf und setz dich für deine Überzeugungen ein. Geh auf die Barrikaden, such dir Verbündete, durchlöcher Verantwortliche mit Fragen! Wenn dich etwas stört, dann tu etwas dagegen!

Gib deinen Kindern eine Stimme!

Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst, für diese Welt.

(Mahatma Gandhi)

Und es werden dir viele weitere folgen…

Übung 4: Immer nur eine Sache

Multitasking ist eine Utopie.

In Wirklichkeit wird unser Gehirn ineffizienter, je mehr wir ihm zur gleichen Zeit zumuten.

Es ist viel leichter seine Ziele zu erreichen, wenn man sich auf die eine, wichtigste Sache konzentriert.

In meinem Beitrag „Setze deinen Fokus“ kannst du noch einmal nachlesen, wie das ganz konkret geht.

Übung 5: Meckere nicht, zeige Möglichkeiten

Ältere Kinder entwickeln einen wunderbaren Schutzmechanismus: je mehr man meckert oder ihnen vorschreibt, desto mehr Widerstand üben sie aus. Im Übrigen ist das nicht nur bei Kindern so 😉

Die Natur möchte wohl, dass wir zu unabhängigen und selbstständigen Erwachsenen heranreifen.

Und das ist auch gut so.

Committment erreicht man aber am ehesten durch das Aufzeigen von Möglichkeiten:

„Du kannst dein Taschengeld natürlich direkt am ersten Tag ausgeben. Oder du überlegst dir, wie du dir dein Geld auf die Tage verteilen kannst. Die Wahl liegt bei dir.“

„Unser Besuch kommt um 16:00 Uhr. Du kannst selbst entscheiden, ob du dein Zimmer jetzt oder erst in einer Stunde aufräumen möchtest.“

„Wenn Sie möchten, dass ich jetzt das Projekt B fertigstelle, dann muss Projket A dafür liegen bleiben. Was hat aktuell oberste Prio?“

Probier es aus!

Übung 6: Schreibe deinen perfekten Alltag

Zu wissen, was einen stört oder was man nicht mehr haben oder tun möchte ist einfach: „Ich will das nicht!“, „Ich möchte nie wieder…“ Aber konkret zu benennen, was genau man aber möchte ist schon nicht mehr so einfach.

Einmal hemmungslos und völlig wertfrei aufzuschreiben, wie der eigene, perfekte Alltag aussieht, kann eine echte Befreiung sein! Die Gedanken herumspinnrn lassen ohne sie sofort abzubremsen ist fast schon unmöglich. Umso mehr lohnt es sich, diese Übung einmal für sich gemacht zu haben.

Was möchtest du wikrlich?

Schreib es auf!

Übung 7: Verändere bewusst

Such dir ein paar Ratschläge aus Zeitschriften, Büchern oder notiere dir welche aus Videos heraus. Formuliere sie anschließend um! Ändere den Zusammenhang, den Ratschlag, die Folgerung. Sei dabei offen für jegliche kreativen Einfälle!

Beispiel aus Ratgeber-Literatur: Erzähl in deinem Bewerbungsgespräch etwas über deine Erfolgserlebnisse

Kreativ umformuliert: Erzähl lieber von einem Mißerfolg, der dich maßgeblich geprägt hat und von dem du viel lernen konntest.

In welchen Bereichen deines Alltags könntest du noch kreativ umgestalten?

Schreib dir deine Ideen auf und probiere sie aus!

Übung 8: Nur 3 Worte

Welche drei Worte treffen deine Definition von einem erfüllten Leben am besten?

Schreibe sie auf!

Sie werden wie ein innerer Kompass für dich sein.

Vielleicht findest du am Anfang nicht die perfekt passenden.

Egal.

Schreibe wirklich nur diese 3 Worte auf.

Und komme nach einer Weile zu ihnen zurück.

Prüfe, ob es passendere Worte gibt. Dann schreib diese auf.

Beobachte, was passiert, wenn du sie dir jeden Morgen vor dem Aufstehen in Erinnerung rufst.

Übung 9: Nur hard facts!

Wenn du dich öfters im Alltag in den vielen Aufgaben verzettelst, dann probier mal folgende Übung:

Schreibe dir morgens drei Punkte auf, die du dir für heute vornimmst, die deine wichtigsten drei Aufgaben für den heutigen Tag darstellen.

Keine Verben, keine Beschreibungen, nur Nomen.

Beispiel: Eingangskorb. Dunkle Wäsche. Hanteln.

Du hast dann Bilder im Kopf, die sich viel besser einprägen und dementsprechend für dein Gehirn viel leichter zu verarbeiten sind, als zum Beispiel:

Den Eingangskorb in Bereich Papierkram bearbeiten
Die dunkle Wäsche waschen und aufhängen
Meine Übungen durchführen

Mit dieser Übung lernst du, dich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Probier es aus!

Übung 10: Auf die Spitze gebracht

Du gönnst dir ausnahmsweise mal einen kleinen Luxus nach der Arbeit und machst auf dem Nachhauseweg noch einen kurzen Schlenker zur Shopping-Mal.  Auf dem Rückweg plagt dich das Gewissen, weil du mal wieder kurz vor knapp ankommst und deine Kinder die Letzen sind, die abgeholt werden.

Ich kenne diese Gewissensbisse nur allzu gut.

Sie drohen einen von innen aufzufressen.

Das Blatt wendete sich, als ich bemerkte, dass die Freunde meiner Kinder ein viel besserer Spielpartner sind als ich es je sein könnte.

Warum nicht mehr davon anbieten?

Da kam mir der Gedanke, wie ich sowohl für mein Kind als auch für mich eine Win-Win-Situation schaffen konnte.

Ich trieb es auf die Sptize!

Kinderbetreuung nach der Kita organisiert, gönnte ich mir ab und zu eine wunderbare „Auszeit“, in der ich bewusst und ausgiebig den kleinen Schlenker zur Shopping-Mal vergrößerte.

Wie befreiend es ist, ohne Zeitdruck durch die Geschäfte zu schlendern, genüsslich einen Kaffee zu schlürfen und dabei ein frisch gekauftes Buch anzulesen, wohl wissend, dass die Kleinen gerade ebensoviel Spaß beim besten Kumpel zu Hause haben.

Dieses Freiheits-Gefühl kann wohl nur jemand wirklich nachvollziehen, der oder die den ständigen Zeitdruck des Alltags nur allzu gut kennt.

Werde kreativ und probier es aus!

Treib es auf die Spitze 😉

Übung 11: Lös die Bremse und lass laufen

Ist nicht immer einfach, all die To-Dos stehen und liegen zu lassen.

Mach es trotzem.

Zumindest ab und zu.

Lass die Dinge und los und mach stattdessen, worauf du Lust hast.

Auch wenn dein Alltag im Chaos versinkt.

Du versinkst nicht.

Denn du widmest dich zumindest für eine kurze Zeitspanne, den Dingen, auf die du gerade Lust hast.

Zweijährige Würmchen können das besonders gut: sie finden eine interessante Sache, halten plötzlich inne, und beschäftigen sich erst mal ausgiebig nur mit dieser einen Sache. Egal, ob sie gerade mitten auf der Straße stehen oder zur Kita müssen, weil es Zeit ist. Sie sind im Hier und Jetzt und genießen ausgiebig diesen Moment.

Eine wirklich befreiende Übung, die den ganzen schädlichen Druck des Alltags wegnimmt.

Sie zeigt auf eine ganz praktische Weise, dass die Dinge nur so wichtig sind, wie du ihnen Wichtigkeit zuschreibst.

Wann die Dinge welche Priorität haben, entscheidest aber du.

Also lass auch mal nach Herzenslust los und mach das, warauf du jetzt in diesem Moment am meisten Lust hast.

Und dann beobachte, wie die Freude zurückkehrt und die innere Bremse sich löst.

Übung 12: Was wäre wenn

Wie würde dein Leben wohl verlaufen, hättest du dich nicht für diesen Job, diesen Ort, dieses Leben entscheiden? Wie hätte es anders verlaufen können? Wo würdest du stehen? Was würdest du machen?

Versuche dich in eine ganz andere Lebenssituation hineinzuversetzen. Überlege, ob du dann andere Prioritäten, Wünsche und Bedürfnisse gehabt hättest. Was hättest du stattdessen gemacht? Was würde dir Spaß machen? Welche Dinge würdest du erlebt haben wollen?

Diese Übung kann dir helfen, andere Perspektiven einzunehmen. Das eigene Leben vielfältiger zu reflektieren und verborgene Wünsche und Bedürfnisse aufzudecken.

Wer weiß, vielleicht kommen da Ideen hervor, an die du nie gedacht hättest, das sie für dich überhaupt denkbar wären?

Wenn etwas erstmal denkbar ist, dann steigt die Wahrscheinlichkeit exponentiell, dass sie auch machbar ist.

Wollen wir wetten?

Übung 13: Der Glaubenssatz des Lebens

Menschen lieben Glaubenssätze.

Sie geben ihnen Sicherheit und Orientierung.

„Morgenstund hat Gold im Mund.“

„Ohne Fleiß keinen Preis.“

„Selbst ist der Mann/die Frau“.

Was wäre aber, wenn du die  Rolle des kleinen Jungen im Märchen „Des Kaisers neue Kleider“ einnehmen würdest und diese Sprüche nach Lust und Laune hinterfragst?

Wie könntest du zum Beispiel den ersten Spruch umformulieren, wenn du ein absoluter Morgenmuffel bist?

„Morgendstund hat Pech im Mund.
Wer abends sich bewegt,
dem Reichtum und Freude sich erhebt.“

Oder so ähnlich 😉

Bei dieser Übung geht es darum, die Glaubenssätze, die man von Kindesbeinen gelernt hat, einmal schamlos zu hinterfragen.

Wenn sie einem nicht mehr passen, kann man sie jederzeit nach eigenem Befinden umformulieren.

Bis sie dann durch die Neuen ersetzt sind, dauert es natürlich ein bisschen. Aber es lohnt sich!

Übung 14: Der Zufalls-Ort

Irgendwamm hat man mit seiner Familie alle Ausflugsmöglichkeiten in der Nähe abgeklappert und dann steht die Frage im Raum: was machen wir heute?

Wie wäre es, wenn ihr euch ein Booklet über Ausflugsmöglichkeiten besorgt. Dann macht ihr folgendes Spiel: Jeder darf mal an einem „Wir-machen-einen-Ausflug-Tag“ eine Seite aus dem Booklet bestimmen. Sagen wir, dein Mann sagt, S. 12. Dann schlagt ihr im Booklet auf der Seite 12 nach und die Ausflugsmöglichkeit, die dort beschreiben wird, wird heute von euch angepeilt. Jeder darf mal bestimmen und eine beliebige Seite nennen.

Diese Übung bringt ein wenig Spontaneität und auch Spaß in den Alltag, der sonst immer von Terminen bestimmt ist.

Im Übrigen kannst du diese Übung auch für dich und deinen Partner machen, wenn ihr Betreuungsmöglichkeiten habt 🙂

Übung 15: Nobody’s perfect

Wilfredo Paretos entdecktes Prinzip ist der wunderbare Beweis dafür, dass 100%-tige Zielerreichung erstens wirtschaftlich gesehen nicht effizient ist und zweitens es eh meistens anders kommt als geplant. Deshalb ist ein gewisser „Spielraum“ für ungeplantes viel besser als ein ausgeklügelter, minutiös durchgetakteter Zeitplan.

HIER kannst du mehr zum Prinzip von Pareto lesen.

Überleg dir, welche Vorteile es für dich im Alltag hätte, wenn du deine persönlichen Ansprüche zum Beispiel bei 60 % ansetzen würdest?

Welche positiven Effekte hättest du davon?

Schreib mir deine Vorteile auf!

Nicht die Nachteile bitte.

Nur die Vorteile 🙂

Übung 16: Erfinde dir ein Vorbild

Alle großartigen Menschen haben Vorbilder. Nicht jedes Vorbild hat aber alle Eigenschaften, die du bewundernswert findest oder gerne hättest.

Schreib dir also selbst ein Vorbild.

Nimm ein Blatt Papier und überlege:

Welche Eigenschaften hat die Person, die du bewunderst? Was für Ansichten und Meinungen vertritt sie? Überlege, welche Verhaltensweisen und Gewohnheiten sich diese Person antrainiert hat? Womit beschäftigt sich deine Vorbildperson? Und welche Ziele und Visionen verfolgt sie? Wie kleidet sich die Person? Wo wohnt sie und was macht sie tagsüber?

Stell dir diese Person so leibhaftig wie nur irgend möglich vor.

Wenn du ein klares Bild von deinem Vorbild hast, dann hast du dir auch ein Bild deiner Selbst geschaffen.

All das, was du an dieser Person bewunderst, schlummert als Potenzial bereits in dir.

Es wartet nur darauf, von dir aktiviert zu werden.

Mach dich auf den Weg, dieses Potenzial in dir zu entdecken.

So wie dein Vorbild, so kannst auch du werden.

Bist du bereit?

Übung 17:  Wertschätzung mal anders

Stell dir vor, du bist die Person, mit der du am meisten zu tun hast. Dein Partner, deine Freundin, Nachbarin, egal.

Hast du es?

Nun überlege mal, was diese Person positives über dich und deine täglichen Leistungen erzählen wird. Versetz dich in diese Person hinein und beschreibe, was er oder sie beobachtet.

Was wird wahrgenommen? Welche Eigenschaften hervorgehoben? Was ist am Verhalten bewundernswert?

Geh deinen Alltag gedanklich aus der Perspektive dieser Person durch.

Was kann sie beobachten, was sie besonders findet? Möglicherweise ist es etwas, was sie selbst nicht so gut kann? Worin fände sie dich bewundernswert?

Manchmal fällt es schwer, sich selbst wert zu schätzen. All das, was wir tagtäglich leisten, ist doch selbstverständlich. Oder etwa nicht?

Vielleicht ist es das.

Aber erst wenn du dich mit den Augen einer anderen Person betrachtest, kannst du erkennen, was du tatsächlich alles leistest. Und das ist jede Menge!

Indem du überlegst, was die andere Person an dir wertschätzt oder möglicherweise bewundert, spürst du innerlich, was deine größten Stärken sind. Was dich auszeichnet, was dich wertvoll macht.

Das kann dein großartiges Herz sein, dein Humor oder auch dein rattenscharfer Verstand.

Was es auch ist, was dich ausmacht. Sei dir deines Wertes bewusst und wertschätze dich, nicht nur aus der Perspektive, was du machst, sondern vor allem aus der, wer du bist.

Übung 18: Erstelle dir ein Visionboard

Nimm dir 10 Minuten für diese Übung Zeit, und überleg dir, was du alles gerne haben, tun und sein möchtest. Was für eine Frau möchtest du sein, was möchtest du haben? Was würdest du gerne noch tun?

Deine Kids sind nicht ewig klein und je älter sie werden, desto mehr Möglichkeiten ergeben sich für euch.

Es wird also Zeit sich zu überlegen, was das Leben dir noch so zu bieten hat. Such nach deinen Bedürfnissen, Wünschen und Träumen. Du bist schließlich nicht 90 und dein Leben kurz vor dem Ende. Vielleicht hast du nicht mal die Hälfte rum. Was willst du also in dem Rest der Zeit noch erleben, erreichen oder sein?

Recherchiere in Zeitschriften, suche dir Leitsprüche heraus. Visualisiere eure fantastische Zukunft.

Wetten, deinen Kindern fällt mehr ein als dir selbst?

Im Übrigen kannst du dies auch mit deinen Kindern machen, sie werden liebend gern ein großes Blatt mit tollen Bildern bekleben und bemalen wollen. Es ist eine ihrer Lieblingsbeschäftigungen!

Sei auch mal ein Kind und lass deine Zukunft auf einem Visionboard entstehen.

Und dann hängt euch eure Kunstwerke an eine Lieblingswand.

Ab heute wird sie euch an eure Wünsche, Ziele und Träume jeden Tag erinnern.

Übung 19: Schreibe deine Geschichte

Eine gute Übung, um das Hadern mit sich selbst zu überwinden, ist sich Geschichten zu überlegen.

Wenn du zum Beispiel in einer Lebenssituation festhängst und es weder vor noch zurückgeht, dann kannst du folgende Gedanken spielerisch in eine Geschichte verpacken:

  1. Schreibe deine jetzige Situation auf und überlege, wie deine Geschichte weitergehen würde, wenn du dich dafür entscheidest, nichts zu unternehmen. Es auszusitzen. Denke 5-10 Jahre weiter. Wie würde dein Leben aussehen, wenn du bei deiner jetzigen Situation verbleibst? Wie würden sich die Menschen und die Umfeldfaktoren verändern? Würden sie gleichbleiben? Was würde sich ändern, was nicht? Schreib deine Überlegungen auf.
  2. Überlege nun, wie sich deine Zukunft gestalten könnte, wenn du dich entscheidest, ein Risiko einzugehen, trotz Angst dennoch zu handeln oder bewusst eine längst überfällige Entscheidung zu treffen? Welche Konsequenzen könnte dies haben? Was wäre das Schlimmste, was passieren könnte? Was wäre das Beste, was du erwarten kannst? Wie könntest du versuchen, die Wahrscheinlichkeit des Gelingens zu erhöhen?

Schau dir deine Geschichten an.

Welche gefällt dir besser?

Und wie denkst du jetzt über deine Situation?

Solltest du irgendwo nicht weiter kommen bei dieser Übung, schreib mir eine Nachricht. Ich schaue gern, was ich für dich tun kann.

Übung 20: Setze Grenzen

Lehrer und Erzieher geben zwar immer vor, dass man Konflikte stets verbal lösen sollte, aber wenn es nicht anders geht, dann muss man auch mal seine Geschütze ausfahren.

Was hilft es denn, wenn du deinem Kind sagst, es soll sich verbal wehren, wenn das andere Kind handgreiflich wird? Soll es dann etwa schimpfen: „Du sollst mich nicht verprügeln!“

Ja, klar.

Ich für meinen Teil halte Selbstverteidigung jeglicher Art für sehr wichtig.

Das stärkt nicht nur das angegriffene Kind, sondern hilft auch dem angreifenden Kind seine Lektionen zu lernen.

Das gilt nicht nur für Kinder.

Ich hab es zum Beispiel aufgegeben, everybodys‘ darling zu sein. Es gibt immer Menschen, die mehr einnehmen, als ihnen zu steht und es ist meine verdammte Pflicht, sie darauf aufmerksam zu machen, sofern es meine Person betrifft!

Auch wenn es heißt, dass ich den stinkenden, tropfenden Müll meines Nachbarn wieder aus meiner Mülltonne heraushole um den Nachbarn damit zur Rede zu stellen.

Auch wenn es heißt, dass ich mit einer Mutter brechen muss, weil sie den Streit unserer Kinder auf uns überträgt.

Es gibt viele weitere Beispiele, wo du einfach Grenzen setzen musst!

Um dich und deine Lieben zu schützen.

Wo hast du schon einmal deutlich eine Grenze gesetzt?

Poste deine Erfahrung mit den Übungen in die Kommentare

Genug der Übungen.

Jetzt bist du dran.

Suche dir eine Übung aus und setze sie um. Teile deine Erfahrungen mit mir und schreibe sie in die Kommentare. Gern kannst du zu deinem eigenen Blog verlinken, wenn du magst.

Ich bin schon sehr gespannt.

Sei mutig. Werd großartig. Bleib einfach du selbst.

Deine Ewa

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