Leichter gesagt als getan

Seine eigenen Ziele verfolgen, über die Zeit selbst verfügen, unabhängig im Denken und Handeln zu sein. Schön wärs. In der Realität sieht es oft anders aus: der Chef bestimmt das Was und Wie, die Kinder geben die Zeit vor und dein Bestreben, unabhängig zu Denken und zu Handeln wird bereits vor der Haustür geblockt: dein Nachbar beschwert sich darüber , dass du mal wieder zu laut Musik gehört hast und das zukünftig unterlassen sollst.

Und dennoch. In den letzten Wochen hast du vielleicht meinen Blog verfolgt und den süßen Duft der Freiheit geschnuppert. Du willst mehr. Du willst raus aus diesem ewigen Trott. Raus aus der Abhängigkeit. Raus aus dem Käfig der Erwartungen und Verpflichtungen. Raus aus den eigenen Fesseln.
Wie kannst du den Schwung jetzt nutzen und in die übrigen Lebensbereiche mitnehmen?

Einen Schritt nach dem Anderen

Nehmen wir an, du möchtest auch im beruflichen Kontext unabhängiger sein. Du möchtest unabhängiger sein von deinem Chef, von den Kollegen, von der Stelle an sich.

Wie kannst du vorgehen ohne dich jedem und allem querstellen zu müssen?

Du könntest zunächst bei dir anfangen. Bei deiner innere Einstellung zu deiner jetzigen Arbeit. Was bedeutet Arbeit für dich zurzeit? Ist es ein notwendiger Brotverdienst, eine unangenehme Pflicht, ein langweiliger Zeitvertreib oder eine tickende Bombe? Schreib dir all die Gedanken auf, die dir dazu einfallen. Ohne jegliche Wertung, das ist ganz wichtig. Schreib alles auf.

Betrachte nun deine Notizen. Stell dir vor, du wärst jemand anders, ein fremder Mensch, und würdest dieses Blatt lesen. Welche Gedanken kommen dir dabei? Was denkt dieser Mensch, der die Zeilen aufgeschrieben hat? Welche Gefühle verbergen sich zwischen den Zeilen? Welche Hoffnungen und Erwartungen hat dieser Mensch? Schreibe die Gedanken auf, die dir beim Durchlesen durch den Kopf gehen.

Löse dich nun von den beiden Blättern. Bedanke dich für die Erkenntnisse und zerreiße die Blätter anschließend in Stücke. Vernichte sie. Das ist mein voller Ernst! Sie sollten nicht mehr vorhanden sein.

Sich selbst neu Denken

Nun bist du soweit, dich zu öffnen.

Du hast dich von deiner jetztigen Situation gelöst, dich bedankt und verabschiedet. Es ist nichts mehr da. Du kannst völlig neu beginnen. Bist du soweit?

Jetzt stell dir vor, wie du in einem Team arbeiten würdest, einem dir fremden Team, wo du ganz von vorn anfangen könntest. Was wäre dir ganz besonders wichtig im gemeinsamen Umgang? Wie würdest du idealerweise arbeiten wollen und wo? Welche Maßstäbe würdest du für deine Arbeit setzten? Und woran würdest du deine Arbeit messen? An der Zeit oder am Ergebnis? Stell es dir zunächst bis ins kleinste Detail vor. Und dann schreib es auf. Schreib auf, wie du Entscheidungen treffen würdest, was für dich oberste Prioriät hätte und was du bereit wärst du investieren, damit du deine beruflichen Ziele erreichst. Was wäre dein Einsatz, dein Opfer, das du bereit wärst zu geben?
Notiere nun, warum dir die Dinge so wichtig sind? Welche Werte verstecken sich hinter deinen Überzeugungen? Woran glaubst du? Was davon könntest du im beruflichen Kontext umsetzen? Auch diese Gedanken schreibst du dir auf dein Blatt.

Deine ideale Arbeit in einem idealen Team zu deinen eigenen Bedingungen steht nun schwarz auf weiß.

Wie fühlt es sich jetzt an?

Um einiges besser, hab ich Recht?

Wenn du bis hierhin mitgemacht hast, dann hast du bereits einen wichtigen Schritt zu deinem unabhängigen und selbstbestimmten Leben vollzogen:

DU BIST DIR DARÜBER IM KLAREN, WIE DU ZUKÜNFTIG ARBEITEN MÖCHTEST.

Und nun der nächste Schritt

Schau dir dein Blatt mit deiner Idealvorstellung zur Arbeit an.

Du bist jetzt vielen Menschen da draußen voraus, denn du hast für dich ganz klar formuliert, was für dich wichtig ist und wie du dir dein zukünftiges Arbeiten vorstellst. Viele, wenn nicht sogar die meisten der unzufriedenen Menschen, machen sich nicht die Mühe, sich ernsthaft Gedanken darüber zu machen, wie sie es zukünftig tatsächlich anders machen wollen. Sie meckern und jammern, haben aber nicht wirklich Ahnung, warum sie meckern. Erst Recht haben Sie keine Vorstellung davon, wie sie es anders und besser machen könnten. Der wichtigste und entscheidende Punkt ist aber, dass sie nicht bereit sind, den Aufwand der Veränderung auf sich zu nehmen.

Das ist der Unterschied zwischen dir und den vielen Anderen da draußen.
Du hast dich auf den Weg gemacht. Nun gehe den nächsten Schritt:

Entscheide dich für einen Gedanken, einen Impuls auf deinem Blatt der „idealen Arbeit“.  Hast du ihn?

Diesen Gedanken, diesen Impuls wirst du als nächstes umsetzten.
Wie du das am besten machst, wirst du im nächsten Blog konkreter erfahren.

Mach dir diese Woche deine eigenen Gedanken darüber, wie du es umsetzten könntest.

Ganz wichtig dabei:

Lass keine negativen Gedanken oder ‚wenns und abers‘ zu.

Konzentriere dich einzig und allein auf die Gedanken, WIE es möglich werden kann.

Und dann beobachte, was mit dir passiert 😉

Sei mutig. Sei großartig. Sei du selbst.

 

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1 thought on “Leichter gesagt als getan”

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