Erreiche das Ziel, das zu dir passt und zu der Zeit, die du bestimmst!

Ziele haben und Ziele zu erreichen, das ist so ne Sache.
Viele Menschen haben Ziele. Eine deutlich kleinere Anzahl erreicht auch bestimmte Ziele. Aber nur die Wenigsten erreichen ganz bestimmte Ziele. Es gibt nämlich einen kleinen, aber feinen Unterschied, den du kennen und vor allem erkennen solltest, der maßgeblich darauf Einfluss nimmt, ob du tatsächlich deine Ziele erreichst oder nicht.

Der Ziele-Prozess

Wenn wir uns die Mechanismen der Zielsetzung, Zielverfolgung und Zielerreichung anschauen, dann erkennen wir den immer gleich ablaufenden Prozess:

  1. Du setzt dir ein klares Ziel
  2. Du machst dir einen Plan
  3. Im nächsten Schritt verfeinerst du den Plan in kleinere Teilabschnitte.
  4. Du definierst eindeutig und klar deine Next Steps.
  5. Und dann legst du los.

Eigentlich ganz einfach, oder?

Mit diesem 5 Schritte-Plan müsste doch eigentlich jeder von uns spielend leicht seine Ziele erreichen können.

Warum tun es aber die Wenigsten?

Wenn es so einfach wäre, dann würden wir nicht immer und immer wieder auf die gleichen Hindernisse stoßen, die uns an der Umsetzung hindern.

Heute gehe ich auf dieses Phänomen ein wenig genauer ein. Es hat nur indirekt etwas mit dem Zielerreichungsprozess zu tun. Aber es wirkt sich wesentlich auf unsere innere Haltung, unsere Motivation und letztlich auf unser Handeln aus.

Zeitmanagement neu denken

Wenn du berufstätig bist, dann hast du bestimmt schon einmal etwas von einer Zeitinventur gehört. Sie soll idealerweise deine Arbeitszeit und deine Arbeitsinhalte detailliert erfassen, um im Anschluss Hinweise dafür geben zu können, wo du deine persönlichen Verbesserungsbedarfe hast. Wenn du dich einmal näher mit dem Zeitmanagement befassen möchtest, kann ich dir die „Getting-Things-Done“-Methode recht gut empfehlen. Sie bietet dir ein System, ein Gerüst, wonach du nicht mehr alle Dinge im Kopf behalten musst, weil du sie systematisch in einem gewissen Ordnungssystem „ablegen“ und „abarbeiten“ kannst. (Weiter unten findest du ein passendes Buch zum Thema)

Wichtig für dich ist aber zu wissen, dass es eine Methode ist, die stark standardisiert ist. Um auf einem bestimmten Effizienz-Level gut miteinander arbeiten zu können, müssen die Arbeitnehmer ähnliche Arbeitsgewohnheiten entwickeln, damit es zu möglichst wenigen Reibereien und Informationsverlusten zwischen den Schnittstellen kommt. Ob diese Methode tatsächlich für DICH die beste Methode in Sachen Zeitmanagement ist, sei mal dahingestellt.

Ich bin davon überzeugt, dass es auch anders geht.

Aktuell mache ich eine Mini-Umfrage zu diesemThemengebiet. Sie dauert nur 2 Minuten. Ich freue mich, wenn du daran teilnimmst. 

Klick auf die Umfrage: Life and Work -Umfrage

Zeitmanagement individualisieren

In den Führungskreisen der Unternehmen ist mittlerweile das Bewusstsein angekommen, dass Menschen höchst unterschiedlich sind. Sie haben unterschiedliche Bedürfnisse und Temperamente, verschiedene Familienkonstellationen und sprechen sogar eine unterschiedliche Sprache. Und das obwohl sie alle Deutsch sprechen. Was aber nach wie vor außerhalb des Bewusstseins der Chefetagen zu sein scheint, ist, dass Menschen ein völlig unterschiedliches Zeitempfinden haben. Lassen wir diesen Faktor außer Acht, dann degradieren wir Menschen zu reinen Ausführungsorganen, die keinerlei Einfluss auf ihre eigene Zeit haben.

Wie könnten wir dies ändern?

Ich möchte ein kleines Experiment mit dir durchführen.

Bist du bereit?

Alles klar. Los geht’s:

Wenn ich dich frage, welchen Wunsch oder welches Ziel dir – jetzt in diesem Moment – in den Sinn kommt, welches wäre das?

Überleg bitte einen Moment, bevor du weiter liest.

Hast du es?

Gut. Jetzt beobachte einmal, welche Gedanken dir bei diesem Wunsch oder Ziel hochkommen? Bist du freudig erregt, oder meldet sich sofort ein kleiner Kritiker in deinem Kopf, gehst du alles möglichen Hindernisse gedanklich durch oder bist du schon bei der schrittweisen Durchführung?

Halte noch einen Moment inne, bevor du weiter liest und beobachte deine Gedanken.

Was ist dir aufgefallen?

Schreibe dir deine Gedanken bitte ganz schnell auf ein Blatt Papier. Können Stichpunkte sein.

Hast du es?

Prima 🙂

Was stellst du fest?

  1. die Art, dein Ziel zu formulieren ist höchst persönlich
  2. die Art, dein Ziel zu interpretieren ist ebenfalls höchst individuell

Von Brücken und Klötzen

Soweit so gut.

Aber hast du dir überhaupt Gedanken darüber gemacht, ob der Wunsch oder das Ziel, das du formuliert hast, überhaupt dein Ziel ist? Ist es das, was du wirklich, aus tiefster Überzeugung willst?

Oder könnte deine Formulierung möglicherweise so geklungen haben:

„Ich sollte…“
„Gerne würde ich…“
„Das hätte ich gern…“

All diese Formulierungen könnten ein Hinweis dafür sein, dass es nicht deine Ziele sind! Sonst hättest du sie anders, konkreter und klarer formuliert, verbindlicher und mit Nachdruck.

Wenn deine Ziele nicht wirklich deine eigenen Ziele, sondern möglicherweise von „außen“ motiviert sind, dann hast du nur geringe Chancen, sie auch zu erreichen. Warum? Weil sie nicht deine ganz persönlichen, für dich wichtigen, in dir brennenden Ziele sind. Warum solltest du auch für das Ziel eines Anderen brennen? Warum für ihn sein Ziel erreichen? Logisch ist das nicht.

Viele Mütter stressen sich zum Beispiel damit, dass ihre Wohnung nicht so „katalog-rein“ ist, wie die der Nachbarin. Wenn sie aber ganz ehrlich zu sich selbst sind, dann müssen sie zugeben, dass sie ganz andere Prioritäten haben. Ihnen ist es zum Beispiel viel wichtiger, ein gesundes Essen für die Familie zuzubereiten. Kochen kostet viel Zeit und der Aufwand ist groß. Ganz zu schweigen von der Arbeit, die nach dem Kochvorgang noch auf dich wartet. Diese Zeit fehlt natürlich an anderer Stelle. Zum Teufel mit der sterilen Wohnung! Dann koche die köstlichsten Gerichte und lade die Putzi-Nachbarin zum Essen ein. Wenn sie sich bei dir nicht wohl fühlt, dann passt sie nicht zu dir! Sorry.

In dem Moment, wo du erkennst, dass du gar nicht dieses Ziel erreichen musst, weil es nicht dein Ziel ist, sondern der Wunsch einer anderen Person, das Ziel deines Umfelds oder gar der Gesellschaft, dann befreist du dich von einer ungeheuren Last. Du erkennst, dass du nicht nach dem Takt der Anderen handeln musst. Und du erkennst, dass du einen eigenen Takt hast.

In unserem Workbook werden wir uns intensiver mit dieser Thematik auseinander setzten. Sie ist eine der wichtigsten Grundlagen für ein selbst bestimmtes Leben. Übrigens, das Veröffentlichungsdatum vom Workbook werde ich bald hier im Blog bekannt geben 😉

Dem eigenen Takt eine Brücke bauen

Jetzt verstehst du vielleicht, was ich eingangs damit meinte. Es gibt einen anderen Weg als die klassischen, standardisierten Zeitmanagement-Methoden. Sie haben gewiss ihre Berechtigung. Dank der Digitalisierung haben wir aber auch immer mehr die Möglichkeit, unsere Arbeitszeit von Vorgaben abzukoppeln und sie Stückweise wieder zu flexibilisieren.

Auf diese Weise entsteht wieder Freiraum für die eigenen Zeitgestaltung, die eigene Art, Zeit zu „managen“ und vor allem die Arbeit dann zu verrichten, wenn wir unsere produktivsten Phasen haben und nicht dann, wenn sie vorgegeben sind. Prioritäten, nach eigenen Maßstäben zu setzen und nicht fremdgesteuert agieren zu müssen. Schade nur um unsere Kinder. Sie werden sich noch lange mit Vorgaben herumschlagen müssen. Aber wer weiß, vielleicht werden sie das wagen, was wir nicht im Stande waren zu tun…

Sicher befinden wir uns noch recht am Anfang in Deutschland in Richtung Arbeitzeitflexibilisierung und -individualisierung, aber die Richtung, welche die Arbeitswelt einnimmt, gibt deutliche Hinweise.

Ich wünsche dir eine wunderbare Woche.

Beobachte deine Ziele diese Woche und versuche herauszubekommen, welche fremd bestimmt und welche deine eigenen Ziele sind.

Vielleicht magst du ja einen Kommentar hinterlassen. Würde mich freuen 🙂

Sei mutig. Sei großartig. Sei einfach du selbst.

Deine Ewa

 

Hier noch die im Beitrag erwähnten Bücher zum Thema Zeitmanagement:

 

 

 

 

Wie denkst du zu dem Thema? Schreibe mir gern deine Meinung :-)

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