5 Gewohnheiten, die dich an der Umsetzung hindern

Es gibt Menschen, die scheinbar mit einer Leichtigkeit ihre Ziele erreichen und immer wissen, was sie wollen. Früher habe ich diese Menschen bewundert. Ich wollte auch so sein wie sie. Und dann hab ich doch gezögert, mit mir gehadert und schließlich resigniert. Kennst du das auch?

Ich hatte tatsächlich gedacht, dass ich nicht fähig bin, etwas konsequent und zielstrebig zu verfolgen. Völlig inkompetent. Dabei lag es gar nicht an meiner (In)Kompetenz, sondern an meinen Denkgewohnheiten.

Der innere Kampf mit sich selbst

Zum Glück bin ich beharrlich genug, meine Ziele dennoch irgendwie zu erreichen. Aber während des Studiums sah ich mich gezwungen, die wenige Zeit, dir mir zum Lernen zu Verfügung stand, so gut wie möglich auszunutzen. Ich beschäftigte mich zunehmend mit den Themen Zeitmanagement und Selbstorganisation. In einem Zeitmanagement-Seminar wurde mir das erste Mal so richtig klar, dass es schier unmöglich war, meinen exorbitanten Ansprüchen zu genügen. Wie konnte ich meine persönlichen Ziele würdigen und anerkennen, wenn ich sie selbst nicht einmal wahrnahm?!

Ein erster Aha-Effekt.

Es lag nicht daran, dass ich keine Ziele erreichte, denn ich hatte bereits erfolgreich die ersten Semester hinter mich gebracht, und das obwohl ich ein Kleinkind zu Hause zu betreuen hatte. Es lag an mir. Ich sah meine eigenen Erfolge nicht!

Den zweiten Aha-Effekt hatte ich, als ich dann einen weiteren Kurs belegte zum Thema freies Sprechen. Überzeugt davon, dass ich sowas nicht kann, musste ich mich rechtzeitig auf mein Seminar vorbereiten, zu dessen erfolgreichem Abschluß eine Präsentation der eigenen Ergebnisse zählte. Also ging ich hin zu diesem äußerst interessanten Kurs und hoffte, etwas dazu zu lernen. Ich hielt eine zuvor vorbereitete Rede und wurde auf einem Video aufgenommen. Zu meinem Erstaunen konnte ich die Zuschauer aufheitern, sie lachten und nickten eifrig. Ich war furchtbar nervös, doch irgendwie genoß ich es. Ich genoß es wirklich!
Nach der Rede kreisten meine Gedanken um all das, was ich während meiner Rede nicht beachtet hatte, was ich hätte besser machen können. Mein Perfektionismus ließ grüßen 😉

Dann sah ich das von mir aufgenommene Video.

Ich sah eine selbstbewusste, mit dem Publikum spielende, und überzeugende Rednerin. Das war doch nicht etwa ich?! –

Die Kursleiterin beabsichtigte uns mit dem Video zu zeigen, dass die meisten Horror-Szenarien nur im Kopf herumschwirren. Entsprungen aus unserer eigenen Phantasie malen wir uns die schlimmsten Dinge aus und sind davon überzeugt, dass sie real sind.

Doch dem ist nicht so.

Ich hatte einen meiner stärksten Motivatoren entdeckt, in einer Situation, von der ich immer dachte, das ich das nie könnte. Meine Lehre, die ich hieraus zog: manchmal lohnt es sich, Dinge zu machen, obwohl oder besser gesagt, gerade WEIL man höllische Angst davor hat. Es könnten verborgene Talente entdeckt werden.

Das zum Thema innere Motivatoren.

Heute weiß ich, dass es sich lohnt, seine bisherigen Überzeugungen zu hinterfragen sich seiner eigenen Angst zu stellen. Nicht immer stimmen die Dinge, die wir über uns denken. Und wenn wir wachsen wollen, dann müssen wir unbedingt prüfen, ob wir nicht hinderliche Gedanken und Glaubenssätze haben, die uns am Erfolg hindern.

Ich verrate dir 5 meine persönlichen Blockierer, mit denen ich immer wieder zu kämpfen hatte und die mich unnötigerweise lähmten.

Meine 5 hinderlichen Denkgewohnheiten

  • Es ist noch nicht vollkommen. Nicht vollkommen fertig, nicht vollkommen perfekt, nicht gut genug. Ich bin kein Qualitätsingenieur, dessen Brotverdienst es ist, Perfektion abzuliefern. Also sollte ich nicht ständig versuchen überall Perfektion anzusteuern. Oftmals reicht ein gut genug um ins Handeln zu kommen. Korrekturen kommen von selbst mit der Zeit, sobald du anfängst, es einfach zu TUN.
  • Geh auf Nummer sicher. Freunde dich mit dem Gedanken an, dass du die Sicherheit mit dem Mutterleib verlassen hast. Nichts ist in der heutigen Zeit sicher. Geschweige denn vorhersagbar. Darauf solltest du dich besser einstellen. Je eher du dies akzeptierst, desto schneller kannst du Sicherheit in dir selbst finden. In deinen Überzeugungen, deinen Fähigkeiten, deinen Stärken.
    Gib außerdem den Gedanken auf, dass es ein Zurück gibt. Wenn du nur „probeweise“ etwas versuchst, dann erhälst du auch nur probeweise ein Ergebnis. Bezahle dein One-Way-ticket, steig ein und dann schaue nicht zurück, denn es gibt kein Zurück!
  • Es ist zu riskant! Achte auf deinen 1. Impuls, denn er könnte entscheidend für dich sein. Manche lassen sich oft und vorschnell von ihrem ersten Impuls leiten. Das Internet unterstützt dies auch kräftig nach dem Motto: „Du bist nur einen Klick von deinem Glück entfernt.“ Beobachte deinen ersten Impuls und entscheide, ob dieser richtig, weil auf Erfahrung beruhend ist, oder ob er von außen getriggert wird. Ebenso gibt es Impulse, die uns automatisch abbremsen, sobald wir etwas tun wollen: „Lieber nicht! Es könnte zu riskant sein.“ Auch dies sind Denkgewohnheiten, die uns daran hindern können, Veränderungen bewusst einzusteuern. Prüfe genau, ob das, woran du glaubst, tatsächlich richtig und für dich förderlich ist.
  • Momentan ist nicht der richtige Zeitpunkt dafür. Es gibt nie DEN richtigen Moment! Nicht fürs Kinder kriegen, nicht für den Auslandaufenthalt, die Heirat oder sonst etwas. Der Gedanke, dass es einen noch besseren Moment gibt ist ein Trugschluss, der dich letztlich am Handeln hindert. Triff deine Entscheidungen zügig. Wenn du zu lange zögerst, dann haben deine alten Glaubenssätze und Gedanken eine zu große Chance, dich aufzuhalten und am Handeln zu blockieren.
  • Würde ich noch einmal eine Chance bekommen, ich würde es anders angehen. Bereue nichts! Fehler machen wir alle. Na und? Kehre deine Scherben auf, korrigiere deinen Kurs, und dann geh deinen Weg weiter. Was war noch einmal dein Ziel? Genau! Und weiter gehts.

Vielleicht entdeckst du weitere Blockierer, die ich hier noch nicht aufgelistet habe. Schreib mir gern in die Kommentare.

Wenn du diese hinderlichen Denkgewohnheiten einmal abgelegt und in positive, föderliche Überzeugungen geändert hast, dann bist du nicht mehr aufzuhalten! Zumindest hälst du dich dann selbst nicht mehr auf 🙂

Sei mutig. Sei großartig. Sei einfach du selbst.

 

 

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