5 Dinge, die ich in 2019 nicht mehr tun werde und warum du diese Übung auch für dich machen solltest

Hätte mir jemand vor vier Jahren gesagt, dass ich mich selbständig machen und einen Blog betreiben würde, ich hätte ihn für verrückt erklärt. Doch die Dinge ändern sich. Auch ich ändere mich und ich hoffe, dass auch du dich ständig weiterentwickelst. Dies ist unser stärkster innerer Antrieb, eine Quelle, die nie versiegt, ja unser von Gott gegebenes Naturrecht. Heute offenbare ich dir jedoch, womit ich Schluss mache. Es wird Zeit, Neues zu begrüßen und das Alte, was nicht mehr passt, zu verabschieden.

Loslassen

Folgende 5 Dinge werde ich NICHT mit ins neue Jahr 2019 mitnehmen. Vielleicht kommt dir das Eine oder Andere bekannt vor. Prüfe selbst, ob diese Übung nicht auch etwas für dich sein könnte.

Ich mache Schluss mit…

…Kompromissen,

die mir nichts bringen nur dass sie mich Energie kosten.

Wir alle kennen solche faulen Kompromisse: du willigst ein, Überstunden zu machen, obwohl du ganz genau weißt, dass sie dir dann verfallen werden und du mal wieder nicht dafür bezahlt wirst. Du gibst nach, einer Bekannten beim Umzug zu helfen obwohl du eigentlich etwas anderes für dieses Wochenende geplant hattest. Du nimmst den Job, obwohl du kein gutes Gefühl hast aber weil du Sorge hast, dass du nichts besseres findest, sagst du halbherzig zu. All dies sind Kompromisse, die dich herunterziehen und dir mehr Energie kosten, als dass sie eine wahre Lösung bringen.

…ewigen Grübeleien,

darüber wann ich was zu tun habe oder tun könnte.

Ich lege ein für alle Mal fest wann ich was tun will und committe mich zu dieser Festlegung. Der Vorteil ist, dass du dann deinen Kopf für andere Dinge frei hast und zumindest für diese kleinen Dinge keine Entscheidungen immer und immer wieder aufs Neue treffen musst. Stell dir vor, du müsstest jeden Tag aufs Neue entscheiden, ob du jetzt den einen oder anderen Arbeitsweg entlang fährst.  Vermutlich hast du dich irgendwann entschieden für den in deinen Augen besten Weg und fährst in in 90% der Fälle immer gleich ab. Hab ich Recht? Genauso ist es mit den vielen anderen kleinen Entscheidungen, bloß sind wir uns dessen nicht bewusst, wieviel sie uns tatsächlich Energie kosten, wenn wir sie nicht ein für alle Mal bewusst entscheiden.

Ja, auch ich habe so meine Schwächen und kenne sehr wohl meinen penetranten Nachbarn, Herrn Schweinehund. Aber dennoch habe ich einige Dinge in mein Leben eingeladen, die ich heute nicht mehr missen möchte: meine tägliche eiskalte Dusche, den Sonnengruß zum Beginn des Tages, die tägliche wahrhaftige Begegnung mit meinen Kindern. Nun habe ich ein nächstes Projekt, was mir schon länger vorschwebt: ich will mir keine Gedanken mehr darüber machen, wann ich laufen gehen soll. Ich werde zum „Jeden-Tag-Läufer“. Ich weiß, ich hatte bereits mehrere Anläufe, aber vielleicht klappt es ja jetzt im Zuge des Drucks des Veröffentlichens endlich. 😉

…den ständigen Selbstzweifeln,

ob ich gut genug bin für diese oder jene Sache.

Ja, ich habe diese Selbstzweifel genauso wie du. Jeder hat Selbstzweifel. Die einen sind sich derer bewusst, die anderen ignorieren es. Den Einen pushen sie, während sie bei anderen lähmend wirken. Ich kann dir nur wärmstens empfehlen: Mach es dennoch! Mach es jetzt! Eine der schwierigsten Überwindungen, gerade weil wir Menschen darauf trainiert sind, stets unsere Fehler zu sehen. Ab jetzt heißt es „einfach machen“ und daraus maximal lernen, dann ggf. anpassen, verändern, wegschmeißen und wieder „einfach machen“. Auf diese Weise sollte sich mit der Zeit das Gehirn und der Körper umtrainieren lassen. Ich werde berichten und du kannst für dich ausprobieren 😉

…mit halbherzigen Sachen.

Vielleicht erkennst du dich darin ein bisschen wieder: voller Begeisterung beginnst du eine Sache, denkst das ist DAS große DING! Du infiltrierst dir neues Wissen, verschlingst alles nur irgend Verfügbare zu diesem Thema, machst dir Pläne, entwirfst Strategien und dann kann es losgehen! Doch in dem Moment, wo du das Gefühl hast, genug Wissen angeeignet und über die Materie gelernt zu haben, flacht dein Interesse so dermaßen ab, dass du schon gar keine Lust mehr hast weiterzumachen. Du brichst ab. Und dieses Abbrechen ist ganz typisch für einen bestimmten Menschentypus: die Scanner.

Ich bin so eine Scanner-Persönlichkeit.

Die Auffassungsgabe dieser Menschen ist wirklich erstaunlich, da sie die außergewöhnliche Gabe haben, sich viele neue Gebiete innerhalb kürzester Zeit zu einer wirklich erstaunlichen Intensität und Tiefe aneignen zu können. Aber eben nur bis zu einer gewissen Tiefe. Dann ist Schluss. Dies liegt an ihrer geringeren Aufmerksamkeits-Spanne, welche bei unserer heutigen Jugend beachtliche neun Sekunden beträgt. Da sind wir Scanner glatte zwei Sekunden vorher weg! Die Fähigkeit bringt aber auch eine Bürde mit sich, stets das Gefühl zu haben, nichts richtig zu können. Es gibt aber eine Möglichkeit, diese Gabe in seiner vollen Pracht zu entfalten und dennoch die Dinge zum Abschluss zu bringen: man überlegt sich, wie aus der halben Sache eine Ganze wird. Da gibt es mehrere Möglichkeiten.

Möglichkeit 1: Eine Möglichkeit ist, dass man sich jemanden als Sparringpartner holt, der einen ergänzt und genau die Dinge gerne macht, die wir selbst tendenziell vermeiden. Oder besser gesagt umschiffen.

Möglichkeit 2: Eine andere Möglichkeit ist, sich eine Strategie für die Strategie zu überlegen. Konkret verbleiben und einen festen Zeitpunkt festlegen ist so eine Strategie. Oder eine Deadline veröffentlichen oder unserem Umfeld verkünden ist eine Weitere. Letztlich sind wir glücklicher, wenn wir die Dinge zu Ende bringen, die wir uns vornehmen, und sie stolz „abhaken“ können. Probiere es gern selbst einmal aus. Es lohnt sich!

…mit meinem Blog.

Ja, du liest richtig. Ich werde diesen Blog schließen. Warum? – Weil meine Themen mit der Zeit gereift sind und der Blog einfach nicht mehr passend ist. Außerdem habe ich ihn in letzter Zeit immer lustloser betrieben, weil ich nicht wahrhaben wollte, dass es Schluss ist. Die Luft ist raus, wie bei einem Luftballon der nur noch lustlos in der Ecke liegt und mit dem keiner mehr spielen will.

Ich mache zwar Schluss, doch nicht mit dem Bloggen. Keine Sorge, es wird ein neuer Blog kommen, der vom Thema her viel besser zu mir und hoffentlich auch zu dir passt 🙂 Aber das werde ich dir berichten, wenn es soweit ist. Bis Ende 2018 wird dieser Blog zumindest bestehen bleiben. Dann sehen wir weiter.

Es kann sein, dass mir noch weitere Punkte einfallen, mit denen ich Schluss machen werde. Vielleicht hast du ja auch ein paar Impulse aus deinem Leben, dann immer her damit 😉

Neubeginn

Warum schreib ich dir eigentlich, dass ich Schluss mache mit all diesen Dingen?

Danke übrigens, dass du so viel Geduld mitbringst, bis hierher zu lesen. Ich könnte es nicht! 😀

Wenn du dich auf den Weg machst, eigene Ziele und Projekte umzusetzen, dann wirst du nicht nur Energie, sondern auch Zeit und Ressourcen brauchen für die Umsetzung. Klar kannst du auch so weiter machen wie bisher und dir trotzdem ein Projekt nach dem Anderen zusätzlich aufbürden. Dann landest du aber früher oder später im Burnout und das möchte ich nicht.

Der Weg heißt demnach nicht immer höher, schneller, weiter sondern klarer, gelassener und reflektierter.

Klar deshalb, weil du dir absolut darüber im Klaren sein solltest, warum du etwas Neues in dein Leben kommen lassen willst und was du bereit bist, dafür fallen zu lassen. Du kennst sicher den Spruch „Auf allen Hochzeiten tanzen wollen“. Er meint ziemlich treffend den Umstand, dass du dir bewusst sein musst, wenn du dich für eine Sache entscheidest, dann tauscht du diese gegen eine andere. Wenn du dich selbstständig machst, hast du für Familie, Freunde und Hobbies weniger Zeit. Wenn du abnehmen willst, verzichtest du auf gewisse Gewohnheiten und schaffst bewusst Neue.

Der zweite Punkt „gelassener“ meint den Umstand, dass du darauf vertrauen kannst, dass die Dinge sich fügen werden, wenn du dich auf den Weg machst. Bleib ganz nah bei dir selbst und versuche nicht, die Dinge zu erzwingen, dann werden sie von alleine zu dir kommen. Stopp! Zuerst kommt das „auf den Weg machen“, dann die Gelassenheit. Es ist selbstverständlich, dass sich nichts verändern wird in deinem Leben, wenn du dich nicht veränderst. Also mache dich auf dem Weg und vertraue, dann werden sich die Dinge fügen.

Der dritte Punkt „reflektierter“ meint, dass du gut auf dich Acht geben musst. Wer Dinge umsetzt und große Ziele vorhat, sollte sich gut kennen. Ein innerer Dialog mit sich selbst wie es die Geisteswissenschaft schon seit Jahrhunderten lehrt, ist ein guter Anfang, denn das Trainieren des Geistes ist die eigentliche Herausforderung. Wir alle haben bestimmte Programme und Geschichten aus unserer Erziehung und Erfahrung verinnerlicht: „Ich muss mich beeilen. Ich bin nicht gut genug. Ich muss es schaffen. Ich muss mich fügen. Ich darf nicht aufbrausend werden….“  Es gibt sehr viele Geschichten, die wir uns selbst erzählen. Ich habe mir zum Beispiel Jahre lang erzählt, dass ich nicht vortragen kann. Richtige Panik hatte ich davor. Es hat Jahre gedauert, bis ich hinter dieses Denkmuster gekommen bin und noch länger, bis ich es aktiv verändert habe. Heute halte ich regelmäßig Vorträge und denke nur, hätte ich es früher reflektiert.

Aus diesem Grund ist es unglaublich wichtig, stets zu überprüfen, ob es Dinge im eigenen Leben und Alltag gibt, die einen eher daran hindern, persönliche Projekte umzusetzen.

Der erste und wichtigste Schritt ist also Ballast abzuwerfen.

Lass alles hinter dir, was dich blockiert oder an der Umsetzung hindert.

Und wenn du Manches nicht loswerden kannst, weil es zum Beispiel deine Schwiegermama ist, dann reduziere diesen Ballast zumindest soweit, dass es für dich erträglich wird. Okay, ich könnte auch ein anderes Beispiel nennen, aber das war gerade das Beispiel, was mir spontan so einfiel… 😉

Ich wünsche dir viele lehrreiche Erkenntnisse bei der Durchführung der Übung. Schreib mir in die Kommentare, was du hinter dich lassen willst.

Sei mutig. Werde großartig und bleib einfach du selbst.

Deine
Ewa

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