Was hat ein altes, traditionelles, kretisches Häuschen mit unserer Arbeit gemeinsam?

IMG_0168

Zunächst scheinen beide Worte nicht viel gemeinsam zu haben. Das traditionelle, kretische Häuschen ist ein altes Bauwerk, welches so in der heutigen Zeit kaum noch genutzt wird. Vielleicht in den entlegenen Bergregionen Kretas, wo vielleicht einmal am Tag ein Auto vorbeifährt und Lebensmittel für die Bergbewohner bringt. Als Tourist fühlt man sich in alte Zeiten versetzt und ist fasziniert von und gleichzeitig überrascht darüber, wie die Zeit in diesen Regionen stillzustehen scheint und die Menschen immer noch so leben, wie sie es schon seit Generationen taten.
Das Wort „Arbeit“ steht sowohl für einen Ort, eine „Arbeitsstätte“, als auch generell für eine Tätigkeit. Wenn jemand fragt, was du arbeitest, dann antwortest du vielleicht, ich arbeite mit Maschinen, am Computer, mit Menschen, Tieren oder anderem. Der Begriff Arbeit definiert also sowohl deinen Ort, wo du einen mehr oder weniger großen Anteil deines Tages verbringst, als auch deine Tätigkeit, womit du dich befasst. Meist sind Ort und Tätigkeit über viele Jahre ein und dieselben und wenn man Glück hatte, blieb dies auch so bis zum Eintritt ins Rentenalter. Soweit so gut.

Aber was haben nun ein traditionelles, kretisches Häuschen und das bisherige Verständnis des Begriffs Arbeit gemeinsam? – Sie verwittern mit der Zeit.

Es ist der Lauf der Zeit, dass die Menschen nach neuen, besseren Lebensbedingungen streben und das, was nicht mehr zweckdienlich ist, hinter sich lassen und nach neuen Wegen suchen. Ähnlich wie es dem zurückgelassenen kretischen Häuschen erging, so ergeht es auch der heutigen, traditionellen Arbeit:  eine nicht mehr aufzuhaltende Veränderung drängt das bisherige Verständnis von Arbeit immer mehr in den Hintergrund. Zukünftig wird es nur noch ein veraltetes, touristisches Unterhaltungsobjekt sein.

Warum ich so denke? Nun, es gibt immer mehr Tendenzen zu immer vielfältigeren Formen von Arbeit. Es gibt nicht mehr DIE Arbeit von 9 – 17 Uhr, mit einem festgelegten Ort mit immer der gleichen Tätigkeit. Diese monotone Tätigkeit wird restlos von elektronischen Helfern ersetzt werden. Aber was bleibt dann für uns zu tun? – Jede Menge!

Es gibt viele faszinierende Beispiele von Menschen, die sich dem veralteten Korsett der Arbeit nicht mehr fügen wollten und ihre Arbeit selbst definiert haben. Da gibt es welche, die mehrere Berufe kombiniert haben zu einem Neuen, andere, die sich die Woche gesplittet haben in einen sicheren Teilzeitjob und einen abenteuerlichen, erfüllenden Hobbyjob. Wiederum andere haben ihren sicheren Hafen ganz verlassen und sich auf dem Weg nach Nirgendwo gemacht. Am Ende Ihrer Suche entdecken Sie wie Kolumbus neues Festland, welches bisher niemand kannte und gründen ihre neue Existenz daruf; voller Hoffnung, Mut und Leidenschaft. Wenn ihr auch ein paar Inspirationen braucht, empfehle ich euch das Buch Design your Life der beiden Autoren Robert Kötter und Marius Kursawe. Die beiden sind nämlich solche „Aussteiger“, die sich auf den Weg nach neuen Möglichkeiten gemacht haben. Und immer mehr Menschen inspirieren, ihresgleichen zu tun. Ich finde das faszinierend!

Wie können wir arbeitenden Eltern dies nun für unser eigenes Leben übersetzten? Wir haben doch die Verantwortung für unsere Familie. Finanziell und auch moralisch sind wir gebunden! Wir können nicht einfach „Aussteigen“ in der Hoffnung, irgendwann neues, sicheres Festland zu erreichen. Das stimmt. Das müssen wir aber auch nicht. Noch nicht.
Wie beispielhaft oben beschrieben, ist es möglich, zweigleisig zu fahren: den sicheren Weg beibehalten und gleichzeitig nach neuen Wegen suchen. Wie das geht? – Nun, ich mache dies gerade. Ich weiß noch nicht, wohin der Weg mich führt, aber ich habe mich auf den Weg gemacht. Wenn ihr auch ein inneres Feuer spürt, das sich nach Veränderung sehnt, dann macht euch auf den Weg! Vertraut darauf, dass sich die Dinge fügen werden! Genauso wie all die Menschen, die sich schon auf den Weg gemacht haben dies tun.

Ich werde euch dabei begleiten und meine Erlebnisse mit euch teilen.

In meinem nächsten Blog geht es um Fähigkeiten.
Fähigkeiten, die ihr auf eurem Weg brauchen werdet. Fähigkeiten, die ganz andere sind, als jene, welche ihr bisher gebraucht habt.

Bleibt neugierig und lasst euch inspirieren!

Wie denkst du zu dem Thema?

%d Bloggern gefällt das: