Diese 3 Dinge solltest du als ambitionierte, berufstätige Mama unbedingt beherzigen, wenn du eigene Projekte erfolgreich umsetzen willst.

„Ich weiß gar nicht, wie mein Mann das alles schafft im Alltag“, erzählte mir eine Mama vor kurzem. „Er setzt ein Ziel nach dem Anderen um, während ich immer noch mit meinem ersten strauchel.“ Geht es dir ähnlich?  Dann solltest du unbedingt weiterlesen.

Tücken des Alltags

Vielleicht bist du auch eine working mom und fragst dich, wie das alles machbar sein soll im Alltag. Möglicherweise setzt du bereits erfolgreich Ziele um, aber mit dem Nebeneffekt, dass du ziemlich ausgelaugt, müde und erschöpft von alldem bist.

Als ich damals mit meinen beiden Kids noch studiert, unter der Woche quasi allein erziehend weil ohne physisch anwesenden Mann einen Umzug vorbereitet und noch voll gestillt habe, fragte ich mich oft, wie das alles denn zu schaffen sei.

Keiner sagt dir, wenn du Mutter wirst, wie du das alles schaffen sollst ohne dabei selbst kaputt zu gehen. Das ist gerade das Traurige daran, dass du zu Beginn, gerade dann, wenn du dringend Unterstützung brauchst, allein auf dich gestellt bist.

Ich habe es damals auf die harte Tour selbst durchleben und erleben müssen. Zahlreiche Experimente im Alltag, noch mehr Fehler und Frustrationen durchlebt, bis ich erkannte, wie viel einfacher es sein kann, wenn man sich ein System schafft.

Dieses System basiert auf 3 ganz entscheidenden Säulen. Ohne diese Säulen hast du keinen Fokus. Du ackerst dich kaputt, empfindest selten Sinn in deinen Tätigkeiten und drohst, in die Falles des Fremdbestimmt-Seins zu rutschen.

Die 3 Säulen

Sehen wir uns das mit den 3 Säulen genauer an. Worum geht es?

Wenn du eigene Ziele und Projekte verfolgst, dann entscheidest du dich immer FÜR eine Sache, nämlich deine Ziele und Projekte. Gleichzeitig aber entscheidest du, dass du in dieser Zeit etwas anderes dafür NICHT machst, zum Beispiel Hausarbeit oder Fernsehen oder was auch immer. Eine Entscheidung FÜR etwas ist somit immer auch ein bewusster VERZICHT auf etwas anderes.
Nehmen wir nun an, dass du dich für dein Projekt entscheidest und aktiv Zeit dafür reservierst. Gleichzeitig verschwindet die Zeit, andere Dinge erledigen zu können, die sonst noch so anstehen. Du hättest also für die übrigen Dinge in deinem Alltag weniger Zeit zur Verfügung. Hier ist nun die Krux an der ganzen Sache. Viele Berufstätige versuchen dennoch in der weniger zur Verfügung stehenden Zeit alles zu schaffen. Dies beschleunigt ihren Alltag dermaßen, dass sie irgendwann von morgens bis abends nur noch To-Do-Listen abarbeiten und sich wie in einem Hamsterrad fühlen. Die Lösung hierfür liegt im bewussten Delegieren und Entsorgen. Schauen wir uns das genauer an:

Stell dir vor, du hättest jeden einzelnen Tag einen Wunsch frei und könntest dich mit diesem Wunsch für eine Tätigkeit entscheiden, die dir nicht nur Freude bereitet, sondern auch für dich sinnvoll und wichtig ist. Welche wäre das?

Vielleicht fällt es dir noch ein wenig schwer, genau diese eine Sache zu finden. Für mich ist das jedenfalls immer wieder eine Herausforderung, gerade weil ich tausende Ideen und Interessen habe.

Fokus

Der Fokus auf die eine, wichtigste Sache ist die erste Säule.

Sie ist deshalb so wichtig, weil sie im Zuge der Umsetzung unglaubliche Kräfte freisetzt. Allein die Vorstellung jeden Tag diese eine Sache machen zu können, weckt Glücksgefühle im Menschen. Genau diesen Effekt wollen wir so oft wie möglich erreichen, dann leben wir ganz nah an unserem wahren Potenzial und können durch die Erfahrung der positiven Gefühle und Erlebnisse unsere Umsetzungsstärke freisetzen. Die Mamas, mit denen ich ganz intensiv zusammenarbeite, sind immer wieder fasziniert darüber, was sie alles schaffen, wenn sie sich tatsächlich jeden Tag immer nur auf die eine, für sie an diesem Tag wichtigste Sache konzentrieren.

Leichter gesagt als getan.

Wir können ja auch nicht auf Anhieb Fahrrad fahren, Schwimmen oder Auto fahren. Wir müssen es zunächst trainieren. Bei der Umsetzungsstärke ist es nicht anders. Je öfters du sie trainierst, desto besser wirst du in der Umsetzung.

Delegieren

Hast du deine wichtigste Tätigkeit für den heutigen Tag gefunden, dann geht es darum, Zeit für diese Tätigkeit freizuschaufeln.

Überlege dir, welche von den übrigen Dingen, die im Alltag so anfallen, du gut und gerne an andere weitergeben würdest, weil sie entweder diese Dinge besser erledigen können als du, oder weil du dir wünschen würdest, dass diese Personen diese Dinge für dich tun (Stichwort Haushalt ;-)). Welche Tätigkeiten wären das und welche Personen würdest du wofür auswählen?

Nimm dir jetzt gut 10 Minuten Zeit und schreibe dir deine Ideen zum Beispiel wie folgt auf:

Maxi Mustermann -> Müll wegbringen, Spülmaschine Ausräumen, Staub wischen in seinem Zimmer, Wäsche hochbringen
Eno Ehemann -> 1x Woche Mittagessen kochen, 1x Woche Lebensmittel auf dem Nachhauseweg einkaufen, 1x Woche Rasen mähen
Susi Sample -> Wäsche aufhängen, Tisch-Abräumdienst nach dem Essen, Staub wischen in ihrem Zimmer

Oder so ähnlich.

Ich habe damals viele kleine Helfer-Tätigkeiten tatsächlich an wunderbare Heinzelmännchen verteilen können und sie als Gewohnheiten bei denjenigen eingeführt. (Ja, auch das ist eine Aufgabe einer Mama, die ein Familien-Imperium führt :-))

Entsorgen

Zuletzt überlege dir, welche Dinge du absolut nicht leiden kannst, die dir möglicherweise öfters deine Zeit stehlen, aber nicht unbedingt notwendig sind. Entferne sie komplett aus deinem Alltag. Hör auf, dich über sie zu sorgen, wie das Wort „Ent-Sorgen“ es so schön beschreibt. Hier ein paar Beispiele für Dinge, die dir möglicherweise und unnötigerweise deine Zeit stehlen:

  • Flüchtige Kontakte, die man aus rein gesellschaftlichem Pflichtgefühl hat
  • Tätigkeiten im Haushalt, die für dich keinen Sinn ergeben
  • Gewohnheiten, die du bisher immer gemacht hast, die aber de facto keinen Mehrwert bieten, weil sie dir lediglich deine Zeit in Anspruch nehmen.

Mach dir eine „NEIN“-Liste für Dinge, von denen du dich endgültig verabschieden möchtest, und prüfe, wie es sein könnte, wenn du diese Dinge einfach weglassen würdest. Ab in den Müll damit!

Ich habe diese Übung damals aus rein praktischen Gründen gemacht und dadurch viel Zeit gewonnen für die Dinge, die mir wirklich wichtig sind.

Hier ein paar Impulse und Ideen, welche Dinge uns gern unsere kostbare Zeit stehlen:

  • Fernsehen – du kannst darauf vertrauen, dass du aus deinem Umkreis immer alles Wichtige erfährst. Wenn du aber zum Beispiel keine Nachrichten mehr schaust, dann ändert sich deine Wahrnehmung der Umwelt ins Positive, weil du nicht permanent mit den negativen Dingen, die auf der ganzen Welt jederzeit passieren, herunter gezogen wirst.
  • Bügeln – muss man wirklich ALLES bügeln?
  • Surfen im Internet: mach gern mal eine Zeitinventur und stoppe deine Zeit, in der du dich im Internet berieseln lässt (neuste Umfragen haben ergeben, dass ungefähr 70% der Social Media Nutzer passiv die Beiträge anderer konsumieren). An diesem Punkt arbeite ich immer noch, seufz… 😉

Hast du diese drei Säulen Fokus, Delegieren und Entsorgen einmal für dich aufgestellt, dann merkst du recht bald, wieviel Zeit dir plötzlich frei wird.

Die Mama aus unserem Eingangsbeispiel merkte im Gesprächsverlauf, dass ihr Mann sich genau dieser drei Prinzipien bediente. Dadurch konnte er wesentlich mehr Zeit für die Umsetzung seiner Ziele freimachen. Wir erarbeiteten also zusammen mit dieser Mama einen strategischen Plan.  Nachdem sie sich Stück für Stück ihre Zeit für eigene Ziele zurückholte, konnte sie nach nur 4 Wochen ihre ersten Ziele erreichen.

Denk daran, dass dies ein laufender, sich immer weiter entwickelnder Prozess ist, an dem du regelmäßig arbeiten und dein Leben sukzessive in Richtung Selbstbestimmung ausrichten kannst.

Solltest du Fragen hierzu haben oder Unterstützung bei der Umsetzung der 3 Prinzipien brauchen, melde dich gern bei mir unter Ewa[at]liwork.de.

Ich wünsche dir eine fantastische, umsetzungsstarke Woche.

Deine Ewa

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